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Kapitulation ihr Landgeld ein - für allemal festgesetzt wäre ; endlich jedoch wurde die Steuer bewilligt . Bei der Bewilligung brachten aber die Dithmarschen , ganz wie im gleichen Fall die Stande , eine Reihe von Lan - desbeschwerden vor , die auch durch herzogliche Verfügung und Concesft'on größtentheils Erledigung fanden 3° ) .
Die Landschaften sind , wie gesagt , zu keiner Zeit in den landständischen Verband Schleswig - Holsteins aufge - nommen worden . Allein dessen ungeachtet läßt es sich mit Bestimmtheit nachweisen , daß ihre Bevollmächtigten gegen das Ende des sechszehnten , und in den ersten Decen» nien des siebzehnten Jahrhunderts öfter auf dem all - gemeinen Landtage erschienen sind . Insbesondere ist dies von den Eiderstedtern und Fehmeranern bekannt . Man muß aber das Erscheinen der Bevollmächtigten Eberstedts und Fehmerns auf dem standischen Land - tage als etwas rein Zufälliges und Faktisches ansehen , was zum Theil bloß daher rührte , weil es den landes - herrlichen Commissarien , die gleichzeitig mit den Stän - den und mit den bäuerlichen Landschaften über eine
29 ) Eigenthümlich bedingt und begründet konnten die Steuerzerechtsa - ine einer größern oder kleinern Gemeinde dadurch seyn , daß ein minder Landesherrschaft dieserhalb abgeschlossener Contract den Steuersatz blei - bend feststellte , der Gemeinde vollständige oder thcilweise Steuerfreiheit zusicherte . Eine nachfolgende willkührliche Besteuerung , ohne Einwilli - gung der Betheiligten , würde unter Umständen die von der Landesherr - schaft contractlich ertheilte Zusicherung leicht in eine wahre Illusion verwandelt haben . Beispiele von Abhandlungen wegen bäuerlicher Lei - stungeu und Dienste aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert geben Urk . Nr . 1 , 10 .
30 ) Vergl . für Süder - Dithmarschen unter anderm Corp . Const . II . S . 830— 31 .

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