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und Staller wurden daher zu Zeiten , wenn die Um - stände es forderten , mit Rücksicht auf daö Interesse der Landesherrschaft , zum Landtage speciell entboten , in wel - chem Falle sie aber nicht als Repräsentanten der land - > schastlichen Gemeinden auftraten , so wenig als man die > Amtmänner wie deputirte Vertreter der Amtseingesesse - . nen betrachten kann ; wiewohl letztere , sehr gewöhnlich in der Ständeversammlung erscheinend , als Beamte sich des Wohls der Amtsunterthanen , so weit dies mit dem Interesse der Landesherrschaft nicht eigentlich collidirte , effectiv annehmen konnten . Eine solche Vorsorge für die Amtsunterthanen leuchtet auch zuweilen , jedoch sehr selten , aus den Landtagsacten hervor . Im Ganzen sind von einer wahren , uneigennützigen Berücksichtigung und Schirmung der Volkswohlfahrt in den Landtagsacten nur wenige und schwache Spuren zu entdecken ; und die Verhandlungen der Stände über eine neue Steuer haben wesentlich keinen andern Charakter , als die von den Gevollmachtigten eines Amtes in gleicher Angele - genheit gepflogenen . Die Stände zeigten sich mehr ei - gennützig und eigensinnig , als gemeinsinnig . Die große
dace geschlossen wurden ; was wir hier mit Rücksicht auf die Aeußerun - gen im Staatsb . Magaz . IX . S . 575 bemerken . Sic traten hier recht eigentlich im unmittelbaren Interesse der Landesherrschaft für ihre Amts - districte auf , alS Repräsentanten der obrigkeitlichen Gewalt , nicht als Vertreter der Gemeindefreiheit . Die Concordate wurden geschlossen gen die Stimmung der Gemeinden , und recht eigentlich , um die Ge - meinden im Zaum zu halten , wie es die obwaltenden Umstände erheisch' ten . Die Staller konnten , als solche , die Landschaften in der Stände - Versammlung nicht vertreten , eben weil sie mit eigener Repräsentation begabte Landesgemeinden waren , Die Aemter waren dagegen nich * emancipirt .

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