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den , wie er anführt , nicht Handwerke , wie die Bürger , aber auch nicht die Feldarbeit , wie die gewöhnlichen Bauern , sondern neben dieser auch wirklichen Handel , oder Seefahrt , zum Theil in Flecken wohnend , und sind in ihrer Tracht , in ihrer ganzen persönlichen Hal - tung den Bürgern gleich , ja nicht selten stattlicher . Wie kann man eine Marschcommüne der hintersassigen Ein - Wohnerschaft eines adeligen Gutes gleichstellen wollen ? Wie eigenthümlich ist der Zustand und die Civilisation einer Landgemeinde , deren Mitglieder großentheils in ihren jünger» Jahren von der Seefahrt , in ihrem " KU ter auf einem kleinen Landbesitz von ihren Kapitalien leben , z . B . auf Föhr und Silt , wo eine große Mehr - zahl es zum Capitan oder Steuermann bringt . In unfern Landschaften , von denen unsre vaterlandische Ge - schichte hauptsächlich ihren Ruhm , ihr höheres allge - meines Interesse , ihre schönste Eigenthümlichkeit em - Pfangt , haben von jeher Leute gewohnt , die voll edlen plebejischen Hochgefühls die Freiheit und ihre Früchte wahrhaft in Ehren hielten , daher der Freiheitsehre vor - züglich würdig sind ; Geschlechter , die ihre Stammbäu - we und Wappen haben , so alt wie die des Adels , de - Verdienste um das Gemeinwesen die heimische Chro - nik dem Andenken einer dankbaren Nachkommenschaft überliefert ; Familien , aus denen Männer hervorgingen , die aus reiner Liebe zur Heimath , ohne Dünkel und ohne Ehrsucht , in großartiger Uneigennützigkeit ihrem öffentlichen Leben höhere Bedeutung zu geben die Kraft und die Fähigkeit hatten . Die communalen Verhält - " isse eröffnen hier , wo kein bevorrechteter Adel über

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