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rechtliche Unterscheidung , in Eine Classe zu werfen , so ist es noch heutiges Tages ein Mißbrauch des Wortes - - Bauer« , wenn man damit Gutsuntergehörige , Amts - dauern und Landschaftseingesessene als Einen gleichen Stand bezeichnen wollte . Es liegt solcher Bezeichnung eine , die verschiedenartigsten Verhältnisse unter einander mischende Vorstellung , eine unpraktische Abstraction und unwahre Gleichmacherei zum Grunde , welche erst im verwichenen Jahrhundert , der Zeit des Herrnhuter Kirch - Hofs , wo kein Grab höher seyn kann , als ein andres , mißbräuchlich gangbar geworden ist . Noch über das siebzehnte Jahrhundert hinaus unterschied man bei uns sorgfältig und scharf den Bonden oder Bauer von dem Lansten , den Hintersassen von dem Landsassen ; Dank - Werths ) sondert , den Ansichten und dem festen Sprach - gebrauche seiner Zeit gemäß , von den Leibeigenen und Hörigen in den Gutsdistricten ganz absehend , die ge - meinfreie landbauende Bevölkerung unfers Landes in drei Classen , nämlich die Hausleute ( Huslüde ) , die Bauern ( im Schleswigschen Bonden ) , und d . ie Lansten . Die erste Classe begreift die ( ordentlicher Weife , nicht zu den Aemtern gehörigen ) von Hofdiensten befreiten Eingesessenen der Landschaften , die Dithmarschen , Feh - meraner , Eidersteder , Nordstrander , Silter : c . Diese könne man , wie Dankwerth mit Recht bemerkt , dem deutschen Bauernstande keinesweges beizählen , indem sie sich davon durch ihr Besitzthum , ihre Lebensweise , ih - ren ganzen Zustand wesentlich unterscheiden . Sie trei -
24 ) Dankwerth's Landesbeschr . S . 22 .

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