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schmälert aufrecht erhalten worden , lehrt unter andern das mitgetheilte Documenta ) vom Jahre 1576 . Die Aemter hatten ihrem Landesherrn , Grafen Otto , zur Ein - lösung einiger von ihm in seiner Stammgrafschaft versetz - ten Landestheile , als gutwilligen Beitrag eine volle fünf - jährige , in den beiden nächstfolgenden Jahren abzutra - gende Bede zugestanden . Der Landesherr ertheilte ih - nen darauf eine urkundliche Zusicherung , worin er die Bede , als eine gutwillig , ungenöthigt , ungedrungen und ungezwungen eingeräumte , auf das förmlichste aner - kannte , und diesen seinen getreuen Unterthanen seiner - seits zusagte und versprach , daß sie andere , bereits zu - gestandene Steuern innebehalten , und selbst vom Bei - trage zu der auf dem neuesten Reichstage bewilligten Türkcnsteuer befreit seyn sollten . Dieses Document al - lein ist mehr als genügend zum vollen Beweise der , von uns für die Eingesessenen des vormals schauenburgisch - Pinnebergischen Gebiets behaupteten alten Gerechtsame .
Das übrige , unserm Landtage niemals unterwor - fene Gebiet bestand aus den freien Landschaften , den nordfriesischen Landesgemeinden in Schleswig und Dith - barschen in Holstein . Eine wesentlich gleichartige Stel - ^ung hatte die Landschaft aus Fehmern . Daß diese bis in die neuen Zeiten sich des Rechts der Steuerbewilli - Zung erfreut haben , ist schon allgemein anerkannt , be - darf daher keiner neuen Beurkundung . Wie es ehedem unpassend gewesen wäre , den Leibeigenen auf den Gütern und den freien Erbeigenthümer der Aemter , ohne
23 ) Urk . Nr . 20 .

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