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vergaß man . Sie ist nunmehr effectiv , gleichwie die ! anderen Classen , ohne ihre vorherige Zuratheziehung und Zustimmung besteuert worden , und factisch zu der Landesherrschaft in ein ahnliches Verhaltniß gerathen , wie dasjenige , in welches der amtssassige Bauernstand einst , und zwar nicht lange vor ihrer Abnahme und ! Schwächung , zu ihr kam . Nur aus diesem Gesichts - punkte wird man , wenn von geschichtlicher Betrachtung die Rede ist , die öffentliche Stellung und Berechtigung der landbauenden Bevölkerung in unfern Aemtern rich - tig auffassen , und zugleich , wie es des Historikers und des historisch Gebildeten würdig ist , unparteiisch beur - theilen .
Wir haben in dem Obigen zuvörderst das alte Recht der Amtseingesessenen historisch beleuchtet . Ganz anders zeigt sich die Stellung und Berechtigung der dem Landtage nicht unterworfenen Districte , der neu - erworbenen Landestheile , der selbstständigen Landschaf - ten . Zu diesen , außer Verbindung mit dem Landtage gebliebenen Districten gehört erstlich die Herrschaft Pin - neberg in ihrem ehemaligen Umfange , welche aus den Aemtern Pinneberg , Barmstedt ( der nachherigen Gras - schaft Ranzau ) , so wie den Vogteien Hatzburg und Herzhorn bestand . Als dieses Gebiet 1640 , nach dem Aussterben des schauenburgischen Grafenhauses , an un - sere Landesfürsten kam , wurde es dem fchleswig - hol - steinifchen Landtage nicht unterworfen , sondern blieb eine davon getrennte Herrschaft . Wie vollkommen das Recht der Steuerbewilligung dem dortigen Landvolke unter der schauenburgischen Regierung ungekränkt und

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