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durch den , nach den Verhältnissen des Mittelalters , eine Repräsentation der höhern Intelligenz , der Wissenschaft - lich gebildeten , zugleich von der Landesherrschaft sehr unabhängigen Classe , gegeben war , und der daneben durch seine großen bevorrechteten Besitzungen , in denen die Hintersassen meistens mit mehr oder weniger gesi - chertem Colonatsrecht , oder gar als Eigentümer ihr Land besaßen , zur Verteidigung und Vertretung eines großen Theils unsers Bauernstandes unmittelbaren B^' - ruf gehabt hatte . Durch das Wegsallen des Prälaten - standes mußte der Landtag einen mehr engherzigen Corporationsgeist annehnen . Jedes Mitglied einer geist - lichen Genossenschaft konnte durch seine persönliche Thä - tigkeit , durch Gelehrsamkeit , meist theologische oder ju - ristische , aber auch medicinische , ohne Rücksicht auf seine Geburt und seinen Stand , sich zu dem Posten eines Obern und Vorgesetzten erheben , und in dieser Stellung , als Landstand , wohlthätigen Einfluß auf Staatsange - legenheiten gewinnen . Nicht wenig zahlreich war aber bis zur Reformation diese Classe auf dem fchleswig - holsteinischen Landtage ; es gehörten dazu die Bischöfe zu Schleswig und Lübeck , die Domcapitel von Schles - wig , Lübeck , Eutin und Hamburg , die Klöster Rein - feld , Reinbeck , Cismar , Itzehoe , Segeberg , Uetersen , Preetz , Arnsbök , St . Johannis vor Schleswig , Ruhe - kloster ( das nachherige Glücksburg ) und Lügumkloster . Zufolge der durchgreifenden Umgestaltung des Kirchen - Wesens wurden die Klöster nach und nach aufgehoben , und ihr Landgebiet in landesherrliche Ämtsdistricte um - geschaffen . Nur die drei Klöster in Holstein : Itzehoe ,

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