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Berathungen der Standeversammlung und standischer Ausschüsse über die Revision der schlesw . - holst . Lan - desmatricul , welche erst 1652 vollendet wurde , bezogen sich eben sowohl auf die Aemter , als auf die Guts - und klösterlichen Districte .
Diese umfassende standische Steuerbewilligung hat bei uns ihren Grund einerseits in der Feststellung und Ausbildung des Systems der gemeinschaftlichen Regie - rung , wodurch der Landtag mehr entschieden als allge - meines , fortwährendes Organ des gesammten Landes sich wirksam zeigen mußte , andrerseits in der Entwicke - lung der landesherrlichen Gewalt und ihrem für das stehende Heer und andere Regierungs - und Hofhaltungs - kosten immer mehr steigenden Stcuerbedarf , der auch regelmäßige Contributionen von den klösterlichen und adeligen Gütern nothwendig machte . Wurde die Rit - terschast um eine Beisteuer angesprochen , so mußte ihr Einsicht gewährt werden in die Schulden und Bedürf - nisse , wie in die Geldforderungen und Einkünfte der Landesfürsten ; sie mußte erfahren und Einfluß darauf gewinnen , wie viel die fürstliche Cammer und Casse aus den Zlemtern bezog . Sie unterhandelte mit den landesherrlichen Commissarien über die Notwendigkeit und die Größe einer neuen Landessteuer , und räumte , wenn die Umstände es erheischten , dieselbe ein , nicht bloß für ihre Besitzungen , sondern für das ganze Land , so daß die Eingesessenen der Aemter selber jetzt nicht mehr gefragt wurden , und auf diesem Wege ihre an - gestammte Selbstbesteuerung einbüßten . Sobald die Standeversammlung zu Gunsten der Landesherschaft die

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