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Z . Reventlow , vom 24 . December 1559 , erfahren wir , daß die herzoglichen Unterthanen auf der Geest insge - mein so eben vier Thaler Pflugschatz bewilligt , auch meistens schon entrichtet hatten , und daß der Herzog demnach von dem Amte Rendsburg ein Gleichmäßiges erwartete .
Aus diesen Dokumenten geht also auf das voll - standigste hervor , daß die Eingesessenen der Aemter die - selbe Steuer , welch ? für die adeligen und klösterlichen Untergehörigen der Einwilligung des Landtages unter - lag , nämlich die Pflugsteuer , wenigstens bis über die Mitte des sechszehnten Jahrhunderts hinaus selbststän - dig bewilligt haben . Nicht zu leugnen ist es dagegen , daß im siebzehnten Jahrhundert die landständische Steuer - bewilligung sich auch auf die landesherrlichen Amtsdi - stricte erstreckte . Die Landtagsacten beweisen diese all - gemeine , mittelbarer Weise auf das ganze Land sich er - streckende Steuerbewilligung des Landtages ; und Dank - werth in seiner schleswig - holst . Landesbeschreibung 21 ) sagt uneingeschränkt , daß die Aemter , obgleich dem Her - kommen nach - zu dem Landtage nicht mitberufen , doch den daselbst gefaßten Schlüssen geleben müßten . In den Landtagsacten vom Jahre 1615 sehen wir die Stände über eine nicht bloß ihnen , sondern auch allen Aemtern angesonnene Pflugsteuer verhandeln . Sie erklärten un - ter anderm die Aemter Hadersleben , Gottorf , Steinburg und Sonderburg für so beschwert , daß sie noch mehr zu tragen nicht im Stande wären . Die vieljährigen
21 ) Dankwerth's Landesbcschr . S . 24 .

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