alten Steuergerechtsame der Amtsbauern . Selbst in den landständischen Privilegien finden wir dafür Be - lege , z . B . in der Bestätigungsurkunde „ welche König Christian der Dritte für sich und seine unmündigen Brüder , Johann , Adolf und Friedrich , zu Kiel , am Sonntage nach Trinitatis 1533 ausstellte 10 ) . Es wird nämlich darin die Bewilligung einer Kontribution durch den Landtag ausdrücklich unterschieden von der Bewilligung der allgemeinen Landbede mit diesen ten :
»Daß auch Bischöfe , Prälaten , Klöster , Stadt - teufe keinen Schatz geben sollen , so auch die Pri - vilegien klarlich mitbringen , außer wenn die ge - meine Landbede bewilligt wird , es sey denn , daß wir sie mit gutem Willen dazu bewegen und ver - mögen können . «
Die eigentliche gemeine Landbede wurde von dem Lande selber , von dem freien ackerbauenden Volke be - willigt . In dieser Beziehung sind vorliegender Ab - Handlung Documente , die einzelnen Aemter und Land - schaften betreffend , zum vollständigen Beweise angehängt , deren Studium erst das rechte Verständniß eröffnet in die aus dem sechszehnten Jahrhundert , namentlich in die auf Veranlassung der im Jahre 1544 unter Chri - stian dem Dritten und seinen Brüdern , Herzog Johann und Adolf , erfolgten Landestheilung gefertigten Steuer - Register beider Herzogtümer . Es wird durch die ge - genwärtig mitgetheilten Urkundlichkeiten und Briefschaf -
10 ) Privilegien - Samml . S . 167 .

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