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öffentlichen Geschäftsstyl , wie im gemeinen Leben , üblich ist . In dem von König Christian dem Dritten im Jahre 1540 den Standen wegen verschiedener treu ge - leisteter Hülfe ertheilten Reverse 9 ) heißt es daher : »daß Prälaten , Ritterschaft , Mannschaft und Städte
der Fürstenthümer Schleswig und Holstein
— den zwanzigsten Pfennig und außerdem zu vielen Malen , von ihren Lansten und Bauern Landbede und dergleichen bewilligt und verabfolgen lassen - - u . s . w .
Sobald die landesherrlichen Districte , die Aemter , nicht versetzt und verpfändet waren , hatten die Stände nicht das Recht , für die Eingesessenen derselben die Steuern zu bewilligen . Nur im Fall der Verpfän - dung waren diese der landstundischen Steuerbewilligung unterworfen , ganz natürlich , da sie regelmäßig an Mit - glieder der Landstande verpfändet wurden , diese mithin gesichert seyn mußten gegen neue Steuerforderungen der Landesherren aus dem verschriebenen District , da wi - drigenfalls die Pfandinhaber die Nutzung , die bedun - gene Rente ihres dargeliehenen Kapitals nicht unge - fährdet hätten beziehen kö >nen . In dem Pfandbriefe pflegte das Amt , die Harde oder das Kirchspiel einem Prälaten oder Ritterbürtigen verschrieben zu werden mit allen und jeden Einkünften . Durch außerordentliche Steuern würden aber die Einkünfte von Seiten der Landesherrschaft sehr leicht geschmälert worden seyn ; weshalb oft in den Pfandbriefen ausdrücklich enthalten
9 ) Privilegien - Samml . S . 96 f .

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