Full text: Ueber die vormalige Landesvertretung in Schleswig-Holstein, mit besonderer Rücksicht auf die Aemter und Landschaften. Eine historisch-publicistische Erörterung vonDr. A. L. J. Michelsen, Professor an der Universität zu Kiel. Mit Urkunden

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drücklich anerkannt und verbürgt . Die versammelten Stande erscheinen in der Wahlhandlung als wohlbe - rechtigte Landesrepräsentation , in deren Hände das ur - kundliche Änerkenntniß der Landesgerechtsame niederge - legt ward . Christian der Erste gelobte» ) für sich und seine Erben , »daß Schleswig und Holstein ewig un - zertrennt beisammen bleiben sollten , und in Betreff der Steuerbewilligung : 
»Wir , unsere Erben und Nachkommen sollen und wollen auch keine Schätzung oder Bede legen auf die Einwohner dieser Lande , sammt oder sonders , ausgenommen unsere eigene Bonden und Lansten , die unversetzt und unverpfandet sind , ohne freund - liche Einwilligung und Zulassung , eintrachtige Zu - ftimmung aller Räthe und Mannschaft dieser Lan - de , geistlicher und weltlicher . « 
Es sollten also auch künftighin keine Steueraufla - gen , ohne Einwilligung der Stande , für sie verpflich - tend seyn . Von dieser standischen Bewilligung und Zulassung neuer Abgaben wurden von Christian dem Ersten jedoch seine eigenen Bonden und Lansten ausge - nommen . Es sind hiernach die landesherrlichen Bauern , und zwar sowohl die Eigenthümer ( Bonden ) , als die Pachter oder Festebesitzer ( Lansten ) , zu unterscheiden von den adeligen und klösterlichen , ganz dem Sprachgebrau - che gemäß , der in den Verhandlungen unter den Stän - den und der Landesherrschaft , in Landesacten und Pri - vilegien herrschend , und bis auf den heutigen Tag im 
8 ) Privil . der Schleswig - Holst . Rittersch . S . 47 .
	        

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