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Versammlung , das Landthing , zu Urnehöved bis zum Anfange der oldenburgischen Herrschaft , wie vor Al - ters , gehalten worden . Auf solchem Landthing crschie - nen aber sowohl die Bauern , als die Ritter und die Abgeordneten der Städte . Der aus der innigen Wer - • bindung mit Holstein hervorgehende überwiegende Ein - fluß der holsteinischen Verhältnisse und Einrichtungen auf die schleswigschen , hat hier allmälig die Stände schärfer gesvndert , und den Bauernstand dadurch in den Hintergrund gedrängt , daß das Urnehöveder Landthing durch einen standischen Landtag ersetzt ward .
Im Jahre 1422 , am Tage Johannis Baptistä , stellten die Grafen Heinrich , Adolf und Gerhard den holsteinischen Standen die folgende Versicherung ftier - lich aus : 6 )
»Auch sind sie uns keine Bede zu geben verpflich - tet , außer wenn Gott will , daß wir unsere Töch - ter ausstatten und sie einem Fürsten zur Ehe ge - ben , nach Rath unsrer treuen Rathgeber des Lan - des Holstein , oder , welches Gott verhüte , daß wir eine Hauptschlacht auf dem Felde verlören ; zu die - sem zwiefachen Behufe sind uns die Holsteiner verpflichtet , nach Gewohnheit von einer jeden Hufe , die von Bauern besäet wird , oder von Bürgern , acht Schilling Pfennig zu geben . Haben sie uns öftere Beden bewilligt und weiter Folge 7 ) geleistet , das haben sie nicht
6 ) Privil . der Schleswig - Holst . Rittersch . S . 1 u . f .
7 ) d . h . Landfolge , Heeresfolge , welche auf eigene Kosten geleistet ward .

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