Full text: Ueber die vormalige Landesvertretung in Schleswig-Holstein, mit besonderer Rücksicht auf die Aemter und Landschaften. Eine historisch-publicistische Erörterung vonDr. A. L. J. Michelsen, Professor an der Universität zu Kiel. Mit Urkunden

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müßte . Die fünf Vorsteher sollten auch jede in der Mc 
Einigung selber entstehende MißHelligkeit abthun , und aus überhaupt als Vorsteher die Einigung anführen und < der 
leiten . Die darüber ausgefertigte merkwürdige Urkunde gen 
ist als Beilage zu Suhm's dänischer Geschichte 2 ) be< fast 
kannr geworden . 88 Siegel waren ursprünglich an wic 
allen vier Randern des pergamentenen Diploms ange - die hängt ; nach den Namen der Ritter sowohl , wie nach ! aus ' denen der Knappen , ließ man einen größern Raum un - 
beschrieben , offenbar , damit mehrere sich noch als Theil - lich 
nehmer der Union einzeichnen könnten . Wi So trugen einzelne , von Zeit zu Zeit erneuerte i ten 
Adelseinigungen dazu bei , daß unser Adel allmälig als die 
Gesammtheit hervortrat , mit besonderen Vorrechten aus - fett 
gerüstet , daß er als ein allgemeiner Landesadel , als tao 
verbundene Genossenschaft sich geltend machte . wi< 
Die Erwerbung solches gesicherten Rechtsbestandes 
von Seiten der Ritterschaft , welche allmälig zu ständi - lar 
ger Vertretung des Landes sich emporarbeitete , mußte Zeh 
die zu der Zeit schon sehr gestiegenen und in ihrer Mu - ihr 
nicipalversassung nicht wenig entwickelten Städte als - vo 
bald zu gleichem Streben aufrufen . Die Städte ließen ga 
sich , mittelst eigenthümlicher Huldigung , von der Lan - der 
desHerrschaft unter die Mannschaft aufnehmen , und nn 
wurden damit in der Hauptsache gleicher Rechte theil - fre 
haftig , wie die Ritter . So hatte z . B . die Stadt gei 
Kiel3 ) schon im Jahre 1315 die Aufnahme unter die El 
de , 
" wi 
2 ) Suhm's Historie XII . S . 355 . 
3 ) VVestphalen , Mon . ined . IV . S . 3215 .
	        
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