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haben , ihre Höfe und Burgen so wieder aufzubauen , wie sie dieselben bisher gehabt hatten , und wofern Je - wand noch mehr aufbauen würde , als er bisher ge - habt , der Graf dieses aber zu verhindern beabsichtigte , so sollte es nicht in seiner Macht stehen , den Bau ohne Weiteres niederbrechen zu lassen , vielmehr müßte er , nach dem Landrechte , den Bauenden gerichtlich belangen . Auch wurde anerkannt , daß jedem Mannen , sein Gut zu ver - äußern und das Land zu verlassen , freistände , der Graf daher dem Käufer den ungestörten Besitz des gekauften Rittergutes zu lassen , nach Holstenrecht verbunden wäre : woraus schon für diese Zeit hervorleuchtet , daß die Gü - ter unsers Adels im Allgemeinen freies Eigenthum ren . Drei Jahre spater war es wiederum nothwen - dig , daß der König den verschwornen Adel mit dem Grafen verglich , indem besonders das dem Adel einge - räumte Recht , Burgen zu bauen und vollständig zu be - festigen , Zwistigkeiten veranlaßte und näherer Bestim - mungen bedurfte J ) .
Am Iiiin November 1323 schlössen einige und zwanzig Ritter mit mehr als doppelt so vielen Edel - knappen eine Einigung auf drei Jahre , zur Vertheidi - gung Leibes und Gutes wider einen der Landesherren , den Grafen Johann und seine Mannen . Fünf Ritter stellten sie an ihre Spitze , welche entscheiden sollten , ob die Einem unter ihnen zugefügte Verletzung an Leib und Gut oder Kränkung der Ehre von solcher Art wäre , daß sie mit gesammter Hand gerächt werden
1 ) Holtfeld II . S . 347 .
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