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muß man auch nach dieser Urkunde als eine schon in gewissem Grade vorhandene und hergebrachte ansehen . Alles , was im Laufe des genannten Jahrhunderts zur Hervorbringung und Befestigung dieser Genossenschaft - lichkeit geschehen , hat daher unsere Berfassungsgeschichte sorgfältig zu erforschen und darzulegen . Der Anfang des Rechtsverhältnisses ist bei uns , wie in anderen deutschen Territorien , in einzelnen , zufällig hervorgeru - fenen , aber in der ganzen Stellung des Adels begrün - Veten Adelseinigungen zu suchen , welche von Zeit zu Zeit wiederkehrten , allmalig sich erweiterten , und die urkundliche Anerkennung gewisser Rechte und Borrechte des Adels , als eines allgemeinen Landesadels , zur Folge hatten . Ich mache hier auf ein paar bereits zu An - fange desselben Jahrhunderts vorkommende holsteinische Adelseinigungen aufmerksam .
Es hatte gegen den Grafen Gerhard den Zwei - ten ein Theil des Adels sich vereinigt ; er wurde dafür geächtet , aus dem Lande gejagt , seine Hauser gebrochen und verbrannt . Allein der dänische König Erich Men - wed , dieserhalb zu einer Tagfahrt nach Fehmern sich begebend , brachte im Jahre 1307 zwischen dem erzürn - ten Landesherrn und den verschworenen , nachher ver - triebenen Edelleuten einen Vergleich zu Stande unter folgenden Hauptbedingungen . Der Graf sollte künf - tighin desselben gehorsamen Dienstes von den verschwo - renen Mannen sich erfreuen , wie seine Vorfahren ; die Mannen dagegen sollten aller ihrer hergebrachten Rechte und Freiheiten ferner genießen , ihre Güter in dem der - maligen Bestände wieder zurückbekommen , die Freiheit

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