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Herkommen und Autonomie sich fortbildete . Der Lan - desHerr konnte daher auch in dieser Beziehung , nach ausgebildeter Verfassung , vermöge der autonomischen Zustimmung der Landstande , Vieles durchsetzen , was er kraft seiner Landeshoheit nicht vermocht hätte .
Dieselbe Entstehung und Begründung , wie im übrigen Deutschland , hatte ebenfalls die Landesverfas - sung in Holstein ; ihre Ausbildung erfolgte aber , nach der Lage , der Volksart und dem ganzen Verlaufe der äußern und innern Geschichte unsers Landes , sehr spät und langsam . Diese spate Entwickelung und Reife der aus den bevorzugten Classen zusammengesetzten Land - standschaft hat auf der andern Seite bei uns die Herr - liche Folge gehabt , daß die ursprünglichen Freiheitsrechte der landbauenden Bevölkerung , so weit dieselbe nicht unter Gutsherrschaft gerathen war , sich Verhältnißma - ßig sehr rein und ehrenhaft erhalten haben . Die Ein - gesessenen unsrer Aemter sind niemals zu rechtlicher Ei - genthumslosigkeit degradirt worden . .
Unser Land stellte sich durch seine Verfassung als eine Landesgemeinde , die s . g . gemeine Landschaft , dar . Die Beantwortung der Frage , wie sich die gemeine Land - schaft gebildet habe , enthält folglich die Bildungsgeschichte unsrer alten Landesverfassung . Die gemeine Landschaft bestand zuerst aus der Ritterschaft ; — denn die dieser zur Seite stehende vornehme Geistlichkeit , die Prälaten , können wir für unfern Zweck hier fast ganz übergehen . Man hat demnach zuvörderst zu zeigen , wann und wie sich die Ritterschaft als Genossenschaft gestaltet habe . Die Ritterschaft wurde untheilbar , darin lag zunächst die

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