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ger tüchtiger und treuer Verfassungssinn , den wir in unfern Tagen sich rühmlich haben bewahren sehen .
Die regelmäßige Veranlassung des Zusammentre - tens der bevorrechteten Classen , zu landständischer einigung , war die Geldnoth des Fürsten , der sein Land um außerordentliche Beihülfe ansprechen mußte . Die Einkünfte der Landesherren reichten nirgends mehr hin zur Bestreitung ihrer Ausgaben ; sie geriethen in Schul - den , und mußten , da Anleihen zu machen ihnen da - mals nicht so , wie jetzt , möglich war , Aemter und Städte verpfänden . Um das geliebte Fürstenhaus zu erhalten , um die Verpfändung und Veräußerung von Landestheilen zu verhüten , mußten die Stande Geld - beiträgt leisten , zu denen sie von Rechtswegen nicht verbunden waren . Sie traten zur Berathung und Steuerbewilligung zusammen , entrichteten die Bede , und erhielten zum Lohn von ihrem Fürsten Privilegien und Freiheitsbriefe . Diese Rechtsverbriefungen bezogen sich daher zuvörderst und hauptsächlich auf das Recht der Steuerbewilligung , die Sicherheit des Eigenthums , wel - che der Anfang und das Fundament aller wahren Volks - freiheit sind . Auf gesicherten Eigenthumsverhältnissen und segensreichem Landeshaushalt beruht aber zuletzt alles Volksleben , selbst in seinen höchsten und schönsten Aeu - ßerungen . Weniger waren die den Landständen urkund - lich zugesicherten Gerechtsame auf bestimmte Theilnahme an der Gesetzgebung gerichtet , indem damals in der Landeshoheit gesetzgebende Gewalt nicht enthalten war , das bürgerliche Recht folglich nicht durch landesherrliche Verordnungen und Verfügungen , sondern vielmehr durch

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