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Vorrechte und particuläre Interessen , nur indirect aber die Wahrnehmung des Gesammtwohls . Diesen Geist erhielt sie durch ihre Zusammensetzung , durch ihren gan - zen Organismus . Es ist unrichtig und ungerecht , ihre fortwahrende Engbrüstigkeit als Verbrechen ihr anzu - rechnen . Das landständische Institut ruhte von vorn herein zu sehr aus dem Princip der Absonderung und Bevorrechtung , nicht genug auf dem der Gesellschaft - lichkeit und des Staatsbürgerthums - Deshalb aber , weil unsere alten Landstände unvollkommen organisirt waren , Landesverfassung überhaupt für verdächtig zu halten , ist offenbar sehr einfältig .
Mitglieder der Landstände waren immer die ho - hen Geistlichen oder Prälaten , die Ritter und die Städte . Höchst selten gelang es den ländlichen Com - münen , die Landstandschaft zu erwerben . Würtem - berg hat das Glück gehabt , schon vor dem Schlüsse des Mittelalters die Vorsteher seiner Landgemeinden auf dem Landtage zu erblicken , was aus besondrer Veran - lassung hervorging . Als gegen das Ende des fünfzehn - ten Jahrhunderts eine feste landständische Verfassung sich bildete , war das Land unter zweien Fürsten ge - theilt , von denen der Eine nicht geliebt war . Es wurde die Unteilbarkeit des Landes beschlossen , und um eine genügende Garantie dieses Vertrages zu er - langen , wurden außer den Prälaten , Rittern und Städ - ten , auch die Aemter zur Landtagsversammlung zuge - zogen . Die Verfassung wurde durch diese Erhebung des Bauernstandes wirkliche Volkssache , und daher schreibt sich zum nicht geringen Theil der Würtember -

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