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Der Landmann hatte keine verbriefte und verbürgte Standesrechte zu vertheidigen ; er hielt den Pflug , nicht das Schwert , in seiner Hand ; ihn schützte eine landes - herrliche oder ritterliche Burg . Ganz anders war da - gegen die Lage der Ritterschaft . Sie hatte , dem Für - sten näher stehend , eine vortheilhafte und mehr gesi - cherte Stellung eingenommen ; daß sie diese gegen die steigende Landeshoheit zu behaupten suchen werde , ließ sich erwarten . So geschah es wirklich . Es entstanden daraus heftige Reibungen , welche bei der damaligen Schwache der öffentlichen Macht , die weder gesetzlichen , noch vertragsmäßigen Landfrieden mit Kraft aufrecht zu erhalten vermochte , nicht selten arge Fehden und Gewaltthaten veranlagten . Auch die holsteinische Ge - schichte hat davon zu erzählen . Die ritterbürtigen Ge - schlechter wurden dahin getrieben , sich eng an einander zu schließen und dauernd sich zu vereinigen ; sie verbün - deten sich immer mehr zu einer wahren Genossenschaft , um mit gesammter Hand ihre Vorrechte und Jnteres - sen zu vertheidigen . Ihre Innung war zur Beschü - tzung und Wahrnehmung der eigenen Gerechtsame wi - der die beeinträchtigende Ausdehnung der Landeshoheit geschlossen . Die Ritter - Innung wurde der Kern der landständischen Verfassung , welche in allen deutschen Landen sich bildete . Die Allgemeinheit der Landstande , so wie ihre allmälige Entstehung und ihr gleicher Ent - wickelungsgang ist Beweis genug , daß sie keine künst - liche Erfindung waren , sondern eine natürliche und nothwendige Einrichtung , welche aus den Verhältnissen

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