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stete den gefahrlichen und kostspieligen Roßdienst , er bildete die Ritterschaft , die geharnischte und bewehrte Classe des Volks . Als gerüstetes Dienstgefolge umga - den die Ritter den Fürsten , schützten ihn und das Land , erwarben für ihre schwere Pflicht entsprechende Rechte , Freiheiten für ihre Güter , Lehen und Würden von der Gnade und Gerechtigkeit ihres Herrn . Die Basallen - und Dienstehre , dem Adel zufallend , verdunkelte bald die gemeine Ehre . Die Bürger , sicher hinter ihren Stadtmauern , wie die Ritter auf ihren Burgen , arbei - teten sich empor durch Handel und Gewerbe , durch ih - ren Reichthum an Geld und beweglicher Habe , durch Weltkenntnis und vielfache Erfahrung , durch ihr festes Zusammenhalten in kraftvollen Gemeinden . Die große Mehrzahl des Volks trat mehr oder weniger in den Hintergrund ; sie blieb beim Pfluge , der das Land nährte , von dem die Ehre aber großentheils gewichen war .
Allmalig erweiterte sich die Macht und die Herr - schaft der deutschen Fürsten . Die Idee des Amtes , worauf ihre Gewalt ursprünglich beruhte , verschwand daraus . Die Grafengewalt war erblich geworden , wurde daher bald als eigenes Recht betrachtet , und verwan - delte sich in wirkliche Landeshoheit . Die Glieder des fürstlichen Hauses theilten das Land unter sich , wie Ei - genthum . Dieses Streben , dem Volksrechte wie der Landeswohlfahrt gefahrlich , mußte nothwendig ein Wi - derstreben , eine entgegengesetzte Bewegung hervorrufen , zumal da es entschieden und stark sich offenbarte . Von wem sollte diese widerstrebende Thätigkeit aber ausgehen ?

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