Strassen über yo . Reichsth . abgenommen / und uns jämmerlich verwundet " und zuschlagen ; weil dann wol bewust / daß euer Pferde darunter gewest " / undvonderMory ihren Marsch genommen / auch Baurm und Bürger allhle zu Lübeck uns Zeugniß geben wollen / was es vor Gesellen gewe - fen / so haben wir euch erstlich wollen ersuchen / ob ihr uns zu dem unftrg wie - der wollet verhelffen / wo aber nicht / werden wir gedrungen / daß wir die Zeugen müssen abhören lassen / und unsere Älagebey eurer Obrigkeit an - stelle» / und da unsers Rechtens erwarten / ob wir wol geringe arme Fuhr - leute seyN / wie ihr euch vielleicht einbilden möget / so solt ihr dieses wissen / daß unsere Kauff Herren / so uns befrachtet / ihnen solchen Strassenräuberu sollen gnug zu schaffen geben , wir erwarten hierauffvon euch eine schleunige und rich -
tigkÄntwart . Anno 163 , , den« . Januarii .
Y .
Copia Supplicationis der Kalbischen Verwandten att E» Hochwciscn Raht der Stadt Lübeck / dato den z .
Martii Anno 1632 .
l^drenveiie / & c .
Asgestalt unterschiedliche Fürst«» / hohe Stands Personen / und dnst viele vornehme Herren / für unsern refpetfivi Ehemann / Ey - dam / Vrud«rund Schwager / Jürg David Könn von Hoffmann Fendrichen / sich / aus tragender Fürst , und Christlicher hoher condolentz , bey E . E . Hoch - und Wolw . gnädigst / gnädig undmitleidentlich zu intcrccdi - ren , haben beweqen lassen / damit derselbe umb ihrer Vorbitt / meines als seines hochbetrübten Weibes / unser unmündigen kleinen Kinder / und deransehentli - chen Freundschafft willen / bey Leben gelassen / und den Seinigen gleichsam wie - derumbgeschencket und gegeben werden mdgte / dessen erinnern dieselbe sich annoch ungezweiffclt allergroßgünstigst . Wann wir dann gleichsam in der erglimmtenSpcrantzstehen / wir solten all solcher höchst hoch und woler - meldtcr Fürstlicher und hoher Herren Vorbitt / gestalt sich selbige gnädigst / gnädig und Christlich verlassen auch uns vertrösten / in Ansehung meiner deS Hossmanns allerhöchstbetrübten Weibes / und unser beyderseits kleiner und unerzogener Kinder / je sonst unaußbleiblich erfolgenden jämmerlichen miferia und endlich erbärmlicher ruin , erfreulich gemessen .
So können wir E . E . Hoch . und Wolw . darvon demühtigst und dienst - lich zu erinnern / und darumbhiemit demühtigst anzulangen / nicht lassen : Mit allerdemühtigst - und dienstlichsterBitt / ste geruhen umb GOttes / Fürstlicher und anderer grossen Herren Vorbitt / auch unsers Willen / das Gnaden - Buch auffzuschlagen / und aus Christlichen Mitleiden zu verstatten / daß mir aller - höchstbetrübtem Weibe meinMann / und unsern kleinen und unerzogenen Kin« dern ihr Vater / aus Gnaden und umb Gottes Willen reftituiret werde / und unsere ehrliche und uralte Freundschafft nicht ansehen möge / daß ein widriges / woran wir ewigen Schimpff / Schmach und verkleinerliche Rede zu leyden / vorgenommen werde . '
Ob dann schon Urtheil und Recht etwan ein anders gegeben hätten / so ist / stehet und bleibet dannoch solches beyGOttundder Obrigkeit zu moderiren
und

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