meinBauerVogt begehret / innen zu halten / biß mir dieses vorher angemeldet / undkompt darauss vorerwehnter nietn Bauer - Vogt / folgenden Morgens umb 6 Uhr nach Stockelsdorff / berichtet den Verlaut / dem ich zur Antwort geben / ich wüstecinenEhrenvesten / HochweisenRaht also mit hoher dilcretion begabt / daß derselbe mir würde keinen Gewalt zufügen lassen / könte solches dem Stalldiener hinwieder anmelden / immittels aber demselben nicht hinder - lich sepn / daß der angegebener llbelthäter von dem Stadtdiener wol bewacht würde / wofern auch EHochw . Raht denselben begehrete / würde ich davon / wie in dergleichen Füllen / Herkommens und Rechtens / auch wol etwas zu wif - sen bekommen / welches dannmein BauerVogt demOiener Hanß Arendö hm * terbracht / worauff derselbe eine Post auffdie ander nach der Stadt abgeferti - get / dcm sein Zunge hinterbracht / er jolte denKerl ferner verwachen / gegcnAbend umb 7 . Uhr solte derStallwage kommen und ihn abholen / es hat aber derHanß Arends so wolmit dem Ubelthäter / als noch einem Mann aus der Stadt / bey gantzen und bey halben getruncken , und darbey so wolmachtig worden / daß er nicht mehrauffdemStuelstpcn können / sondern von demselben / gleich einem ohn Mcnschen / und der keine Vernunfft mehr bey sich / herunter gefallen / wcl - chesdann derUbelthäterzu seinem Vortheil beobachtet / ihme bey , o gestalten Sachen entkommen / zu den vorbeifahrenden Wagen fich gemachct / und also entwischet . Worauß E . Herrl . und Gunsten aroßgünsttg »uvernehmen / daß mir ohngütlich geschiehet / wann denselben ich angegeben werde / daß ich , e . lnands juMrizm cicncßil - ee , oder gehindert / da doch ich vielmehr dielelbe zu fordtlll mlch u , lllbocccn / dcr Arcnds aber / und nicht mein Bauer Vogt / wem - ger ich / in culpa , daß der Ubelthäter und beschuldigter darvon gekommen ist / daß aber etliche Calumniantcn mich angeben wollen / ich hätte umb gewisses Geldeswillen den Ubelthäter in meiner Jurisdiktion geduldet / und wider mei» nen Bürgerlichen Eyd gehandelt / darinne reden die Angeber / so mir doch ohnbe - kant / als ohnwarhaffte leichtfertige Leute / derowegen ic^ jufta & licita retor - lioncdenselben solche grobe Händel wieder anHeim schicke / ich bin / Gott Lob ! bey solchen Sachen nicht erzogen / habe mich von junger Jugend auff zur R - . d« lichkeit gewehnet / und weiß wol / daß ich dasjenige / was ich dem Allcrhöhesten geschworen , halten sol / mogte wünschen / die jenigen / von welchen solche hochbe - schwerlicheinjurien herkommen / auch also gesinnet wären ; Es ist aber meine dienstlicheBitte / meineAngeber / wie Rechtens / vorzustellen / mich darüber zu ren / meine und ihreBeweise / wie Rechtens / zu vernehmen / und wann das gesche - hen / alßdann mein rechtmässiges Vccrcc , münd - oder schrifftlichzu publicii - cn , vorher aber auffblosses Angeben / mit mündlicher Anzeigung an einem oder an - dem Ort nicht beschwärt zu werden / großgönstig anordnen und verhängen wollen ; Wie solches den Göttlichen / natürlichen / geist . und weltlichen Rechten gemäß / also tröste ich michs sicherlich / Ew . Herrl . des Allerhöhesten Obacht getreulichstbefehlend . £üb«ft>en27 . julii Anno 1637 ,
Ew . Herrl . und Gunsten
dienstwilliger
Dicterlch Brömst der Jüngere .
f
Q^Co -

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