p .
CopiaSupplicationisM E . E . RahtdeS Heil . Reichs - Stadt
Lübeck von Oietcrich Brömftn / fub dato Lübeck den
27 . Julii , Anno 16^7 .
L - hrenveiies - c .
Lnselben / bey ihren schweren Anipts - Geschäfften / bin ich / weiß der zdchsteGOtt / ungernmit^upplicarionibulmoIcli , trage aber das dienstliche Vertrauen / wannunumbgänglicher Nohtturfftnach ich
das m : ine in Schrifften suchenmuß / gleich andern allhie geschiehet / meinem
rechtmäßigen suchen auch werde deFerirct werden . Es ifi aber mein sonder - bahreS Anliegen / rechtmäßige Nohtturfft und dienstliche Bitte dieses / das vor wenig Tagen / nemlichdenz . julii , ich auff dic Gerichtsstuben bin gefordert / daselbst mir angezeiget / weil ich zum Steinrade einen Ubclthäter behausset / die ^usiil ? , daß er zu gefänglicher Klafft gebracht / cZenc'Zil - cr , ordentlicher Straf , fe zu entgehen Ursach gegeben / auch Personen / so das Leben verwürcket / umb ein gewisses Geld in meiner Jurisdiktion geduldete / dadurch wieder meinen Bür - gerlichen geleisteten G ) d gehandelt / und mir Jurisdiftio indergleichen len nicht mehr solle werden v«rst . , ttet / auch mein Baur^Vogt angehalten
werden .
Nun bin ich über dieser Anzeig hoch bestürkt / in betrachk / daß vieler hochbe - schwerlicher Aufflagen ich nicht überwiesen / ja nicht emmayl darübergeydret / und aus blosser delarion , so aus Haß und andern alsc^cn , auch von den in nigen / so vielleicht in dieser Sachen kein Glauben beyzulegen / zu Wercke tzet werden / habe in solchem bestürßtemGemühte vor das rahtsamste befunden / umb mehrern Glimpffs willen mir copiam dessen / was mir mündlich zeigt / zu fordcrn / mich darauffzu bedencken / es ist mir aber solches denegiret und abgeschlagen worden .
Alldieweiln dann in allen / so wol Gdttlich - natürlich^geist'UNd weltlichen Rechten / heilsamlich versehen / daß niemand ohnerhörter Sache verdammet werden soll / so trage zu Ew - Herrl . und Gunsten ich auch das dienfilicheVe» trauen / dieselbe mich über dieserSache auch nach Nohtturffe hören / che und zu - vor ich in einem oder andern condcmniret , oder auch deßwegen ein Dccret oder Schluß angezeiget werde . Das 5a6ium wegen des Bauer Vogts / wie ich solchesnach fleißiger eingezogener Kundschafft vernommen / verhält fich folgender gestalt / daß / mir ohnwissend / welches ich mit Gott und meinem reinen Gewissen bezeugen kan / dieser Ubelthäter in meinen Gütern sich auffgehalten / auch kein Mensch mich jemahls ersucht / denselben anzuhalten / vieiweniger ge - fänglich anzunehmen / sondern es hat etwa vor 4 . oder 5 . Wochen ein Xccii . oder Wetteknecht / Hanß Arends / sich Nachmittages / etwa umb 4 - Uhren / zum Steinrade eingestellet / alsobald daselbst / der Gerichte ohnersucht / einen thäter I so vor Jahren zu Gadebusch einen Todschlag gethan / anzugreiffen und nach der Stadt zu bringen sich unternommen / worauffvon meinem Bau - er Vogt derselbe gefraget / von wem er dessen Befehl hätte / hat er geantwortet / von den Herrn des Gerichts und des Stalles allhier / worauff mein Diener gefraget / ob er auch mein / als der die Gerichte des Ortes / confens hätte / ohn welchen er nichts verfangen könte / wie er solches Mit Nein beantwortet / hat
E mein

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.