Nun haben wir auff E . Wol - Cdl . Herrl . und GunstenBefehl nicht unter - lassen / gedachten unfern Junckern unsere schuldige Oienste / wie vor Alters ge . bräuchlich gewesen / anzubieten / stc haben aber solches / weiln eS auff der tofaoe Lübeck / und nicht auffKöntgl . Dännemarckischen Befehl geschehen / nicht an« nehmen wollen / sondern haben andere Leute angenommen / welche daSHeu / Graß und Korn für ein gewissesabmeyen sollen / der ohnzweiffentlichen lnren - rion und Meinung / solches hernach von uns wieder zu erpressen / wiesteunö dann fast nicht anverSdann Leibeigene rraöii^n , undunSviel höherbeschwe . < ren / gleich vor diesem gewesen ; Gestalt wir vor diesem nur i . Tage in der Wo« chen mit Pferde und Wagen zu Hofe gedienet / nun aber 5 . 4 . und wol mehr Tage mit Pferden und Wagen dienen müssen / haben auch vor diesem gantz keinenM'st geführet / nun aber müssen wir in der Woche 4 . f . auch wol 6 . Fuder führen / undwil Juncker Henrich Brdmse von einem seiner Leute Jährlich ReichSth . haben / mit Vorgeben / daß weiln er so viel nichczu thun / er einen Tag nachgeben / und dafür s . ReichSth . haben wolte / welcheS er auch schon ; . Iahr nossen / und wir dannoch die Arbeit darzu verrichten müssen / so wird unS auch die Grundhuer so sehr verhöhet / daß wir unmöglich dabey bleiben können / dar - über wir dann in der Stadt in grosse Schulden Last gerahten / und wann wir unS darüber beschweren / heissen sie unö davon gehen . Uber daß nehmen sie ser bestes Land an sich / und geben uns dagegen gering Land wieder / Wieste dann auch unsere vorhin gehabte frey« Wepoe an stch genommen / und inKop - pcln geschlagen / daßwir fasttein Vieh mehr halten können / stewollenauch von denen L , ut - n / welche vorhin andern für Geld gebacken / nun / da wir solch backen einstellen müssen / gleichwol daS Geld haben ; Hergegen haben sie unö daS Essen bey den Hofediensten / und folgendS den Scheffel Roggen und 48 . Stück Hering / so wir nachgehendS an statt dcS sb - ssenS Jährlich zu gemessen gehabt / gäntzlich abgebracht / und was dergleichen vielfältige Beschwerungen mehr seynd / die wir anjetzo nicht alle fpccificiren können s
Wann wir dann mit unserer Junckern unbefugtem Vornehmen nichts zu thun / noch dar / nngehehlen / sondern bey der Stadt Lübeck leben und sterben / auch bey derselben Leib / Gut und alles auffsetzen wollen / so leben wir der Hoff , nung / wollen auch darumb gantz unterthänig und hochfleissig gebeten haben / Ew - WolEdl . Herrl . und Gunsten geruhen / sich unser ferner hochgeneigt an - zunehmen / und nicht zu verstatten / daß wir von unsern Junckern über daS ie - nige / waS wir vor Alters zu thun schuldig gewesen / ein mehrerS zu thun ange - strenget / noch von dem unsrigen verjaget werden mögen . Erwarten darauff großgeneigte Erhörung / und thun EwWolEdl Hochw . Herrl . undGunsten damit deSAllerhöchstenSchutz treulich befehlen . vscum 17 . J ulii Anno 1667 .
E . Wol - Edl . Hochw . Herrl . und Gunsten
unkerthänige /
DlesämptlicheCingeftsseneinStemrade
u»ch Stockelsdorff .

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