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Copia Vertrags mit den von Kalben fub dato 15 . Deccm -
bris Anno 1594 .
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wissen / nachdem E . C . Raht vielen Unhell und grossen Gebrechen zu A^i'icuren und abzuschaffen / auch rechtmäßigen billigen Bürgerlichen Gehorsam zu erhalten / welcher in viel Wege von Lorentz und Christof - fer von Calden Gebrüdern überschritten / daß sie sich demselben unbesonnen wiederstßet / und dagegen gemeldte beyde Gebrüdere / weil sie in gleicher concii - tion und culpa beftmden / auff ihren Marstall zu bringen / und einzeitlangan - halten zu lassen / höchlich verursacht / und aber auffVorbitt und Intcrccsfion ihrer Ehelichen Haußfrauen / welchemit schwangerm Leibe gangen / undder Geburt nahe gewesen / auch ihrer Herren Freunde und Verwandten / auch auff ihr selbst Erkäntniß und flehlichsAnruffen / und daß sie sich zu gebührlichem Gehorsam erbotten / E . E . Raht bewogen / die scharffe und wüste Wege einzu» stellen / und in Verhoffung das die vonCalben hinfürter eines bessern und erbah - rem Lebens sich bcfletssigen werden / die lindere Mittel wider sie vorgenommen / undsiedarauffdercustocjicn , doch auff nachfolgende conditionirtc massen erlassen / daß sie diesen Vertrag vorsieh und ihre Erben / durch eine geleistete Urpfeide mit einem leiblichenEyde bekräfftigen sollm und wollen / dawider nim - mermehr etwas zuthun noch vorzunehmen / daß demselben zu wider seyn mögte / dargegen soll der erste Punct derEntleibung halben eingestellet seyn / biß daß man spühren uut> %ugtnfäcinu$ vcrmercken müge / daß sie die Calben zu bes - fern Sinnen gegriffen / und ihr Leben darnach angestellt haben werden / nach sich mitVorbehaltniß ihres Ampts E . ERaht zu richten haben wird / und weil sich die von Calben nunmehr verehlichet / so wil E . E . Raht dem tyH stand zu Ehren die Straffbegangenes unzüchtigen Lebens / doch daß sie sich nicht wieder versündigen / fallen lassen .
Es haben die von Calben auch versprochen und zugesagt / ob in ihren Gü - tern / daß sie doch nicht wissen / Wiedertäuffer und andere Amptsstörer / so von Alters hero auffsolchenGüternnicht gelitten worden / betroffen / daß sie gen als bald von ihrem Grund und Bodem abschaffen / und hinfürter keine mehr wissentlich annehmen / Haussen und hegen wollen bei ) Straff der Käyserl . und des Heil . Reichs Conftitution , als auch E . E . Rahts deßhalben verfasse , ten Mandats undVerbotts .
Soviel ihres Sel Vaters und ihre eigene Schulde / darmit sie dem ge - meinen Gute verhafftet / an Bröken / Schoß / hundersten Pfenning / Türcken - steuer und andern Bürgerlichen Darlagen abzulegen betrifft / ob dieselblgen sich wol auffeine hohe Summa belauffen thun / so hat dochE . E . Raht in Ansehung ihres Unvermögens dieselbige ihnen eines vor alle zu 600 . mit eingerechnet die 100 . 35 . ihr Vater dem Raht an Bröken / vermöge des Möllnischen trages ^nno / o . Samstag nach ässumpkioni ; schuldig / kommen las - sin / und sollen sich dieselben zum fürderlichsten bey den Cämmerherren len / und diese Summa / welchesiemitDancksagung angenommen / richtig ma ,
chen / hierinn aber nicht gezogen seyn soll / die jetzo ^bewilligte Türckensteuer , Hülff / und was andere Bürger zu thun schuldig / denen sollen sie sich allenthal , den hinfürter gleichmäßig zu erzeigen und zu verhalten haben .
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