auffdie außgangene Ladung gehorsamlich erschienen / auch nicht ungeneigk / die vermeinte Klage / deren er für seine Person keine Scheu trüge / anzuhören / All« diewetl er aber vermercket / daß Lorentz von Calden aus Befehlich und im Na - men seiner Mutter / BrudersChristoffem und Schwestern / die Klage zugleich anstellen wollen / und aber sich ihrentwegen noch zur Zeit nicht gnugsam legi ti - mirer , damit dann nullitas proceflus evitiret werden mögte / so wölke er gebe« len haben / ihme Klägern gerichtlich auffzuerlegen / daß er zufoderst von seinem Bruder Christoffern / als wol auch seiner Mutter und Schwester ( weit die ihre Vormünderhaben ) gnugsameVollmacht aufbringe / und dadurch zu aller Handlung seine Person / wie recht / Icgilimire , und geschickt mache / wann ches geschehen / wäreererbdlig , die Klagezu vernehmen / undwürde seine bärge - gen gebührende exceptioncs und erhebliche Nohtturfft einzuwenden wissen /
de qvibus proteftatur .
Dagegen Lorentz von Calden sürbringen lassen / daß er mit der Klage auff dißmahl allein darum verfahren wollen / daß er wolte vernehmen / ob Beklagter auch cxccplionc ! einwenden würde / und wäre seine Meinung nicht / sich mit angeregtem Beklagten allein einzulassen / sondern müsten die andere bepde / uemlich Andreas Lunte undClauß von Stiten / als Seel - Herrn^lochimLüne» burges nachgclasjener Erben Vormünder / mitda beyseyn / und sich zugleich
jux i nftiren .
Anlangend aber die Icgilimarion , ob dann wol nicht ohne / daß ein jeder so eincs srembden halber Klage anstellen wil / seine Person dazu nach Ordnung der Recht zu qvalificiren schuldig / so fönten t>oc£ ja bUßtfup« Pcr , 'ohnen / ei - ner den andern zu Rechten wol vertreten / bevor wann caurio de rato pra : « ftiret würde / und weil nun Lorentz von Calden per ttipulalionem de rato ; u eaviren erbötig / als wolte er sich verhoffen / daß er mit solchem seinem erbie - ten billig gchdretwürde .
Rcinerus Stumphoff sagt / daß Andreas Lunte und Clauß von Stiten ihn zwar zu dieser Sache bestellet / wüste aber nicht / ob sie auchjeßocirirec» so hätte er auch noch zur Zeit kein Befehlich bat sich zu befristen .
Der Herr Beklagter sagt / wäre dieses dessen von Calden unzeitig furbrin - gend / könte nicht gehöret werden / müste legitimatio vorhergehen / alßdenn mit der Klage und nicht ehe verfahren / so hätte / was wegen der gesiepten Persohnen eingewendet werden wolle / allhier in diesem Gerichte keine statt / müste billig pra & ica & ftylus Curia : in acht genommen werden / bat auch deßfalls zu teilen ; Oer vonCalben rcperirre sein Erbieten / daß er seinerMutter / Schwe - ster und Bruders wegen äe rato obligircnunö verpsiichten wolte / sagt noch» mahls / daß solches unter den Personen / so einer dem andern mit Blut - Freund - schafft oder Schwagerschafft verwandt / in Rechten zugelassen / batsichzu ren / und tiellets . So repetirte der Herr Beklagter sein voriges / und stellets gleichfalls . Nach ferner der Parte vcrmelden / rede / gegenrede / besprake / und reiffemRaht hat E . E . Raht lassen abesaqen ; Laurentz von Calden ist schuldig / wegen seinerMutter / Schwester und Bruders / gnuqsame Vollmacht fürzule - gen / und sich dardurch zur Sachen recht / zu legitimiren . Juflfu Confulatus
actum 18 . Martii .
O K . gi'tl

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.