Full text: Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt

Göll »nsl . r Neumonde und JahrSzeiten , nn - nn wir uns nur mit dm Lippen zu ihm nahen ? Je> . l , l ) . 14 . Matth , l ; , 8 . Das Reich Goites kömmt nicht mir äußerlichen Gebehrdcn , sondern es ist inwendig in uns . tuk . 17 , 20 . 21 . Nur wenn wir uns des Herrn freuen , und dadurch besser werden , das ist sein Wohl - ßcjuun . 
O wenn es also wäre und würde ! Wie würde ich den Gedanken segnen , euch für heute hieher zu rufen , wenn ihr Alle mit göttlicher Freude erfüllt hier erschienen wäret , und der q - iten Vorsätze voll von hinnen ginget . Frohe Hoffnung beseelet Mich , ich werde offne Herzen finden , die Freude , die Feyer öffnet sie . 
Aber was sollte ich denn wählen zur Betrachtung für diese Stunde , die so manchen großen Gedanken herbeyführt ? Ich leugne es nicht , die Versuchung war da , ugend einen derselben zu ergreiffen . Ich sähe , auch dies könnte nützen . Aber ich dachte bald , ihr würdet ohne mich Gelegenheit dazu haben , würdet es von mir auch kaum erwarten , und endlich überwoq die Vorstellung , daß es am nächsten zu meiner H . 'Uptabsich» führte , wenn wir bey uns selbst stehen blieben . 
Der natürlichste Gedanke beym Schluß und Anfang eines beträchtlichen Zeit - räum ? , ist daß wir zurückblicken auf die verfloßnen — und voraussehen auf die tigen Tage . Heute dasErstere , Morgen , so der Herr will , das Leztere . 
Wenn wir auf die Vergangenheit sehen , so ist nichts , das sich uns mehr aufs dringt , als die Wohlrhaten Gottes : und was ist köstlicher als den Herrn loben ! Ihr habt meinen Text gehört , ihm folgen wir , und so beschäftige uns 
das dankbare Andenken an die Vl ? ohlrharen des verfloß - nen Zeitraums : um sie in ihrem vollsten Lichte zu sehen , merken wir zugleich auf unjer Verhalten dagegen . 
Erster Theil . 
Die Wohlcharen des verfloßnen Zeitraums . 
Wenn ich erst heute — am Uzten Tage des Jubeljahrs , — aufträte , eure Dankbarkeit aufzufordern : fo würde ich schamroth vor euch stehen ; würde auch nicht wissen , welche von den unzähligen Wohlrhaten Gottes ich euch vorhalten sollte . Aber ich kann euch an manche Predigt des verfloßnen Jahres erinnern , kann mich auch auf die gedruckte Predigt vom vorigen Neujahr berufen , wo ich euch durch ein eignes Blatt auf dieselben aufmerksam machte» Alfo bedarf es nur des Andenkens an bekannte Dinge . 
Erinnert euch denn , Geliebte , der allgemeinsten und größten Wohlthat , daß wir dies ganze Jahrhundert in dem ungestörten Besitze des göttlichen Worts und 
alle«
	        

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