Staub ? nnd dm« , der ihm belebte , dem , der nichts als Dedürfniß und Obnmacht ist , »ni» dem Allgnugsamen , Mmäch«igen , groß - wie vielmehr Wirde der Abstand vom Sünder zu dem Ällerheiligste» in nnsern Augen ; und in gleichem Maasse seine Huld gegen uns wie Pam luS sag» : " Darin preiset Moll seine Liebe , er iiellt sie auf zur Bewunderung , daß Christus für Ulis gestorben ist , da w>r noch Sünder und Feinde waren . ' )
Jemehr wir wissen , daß diese Ansialt des Gottes der Liebe derGnmd alles Heils nnd aller Hoffnungen ist , desto williger sey auch unser Gemüib tie Bewunderung in Däiikba ? ? keil übergehen zu lassen , besonders , da wii im Vermine» ans Christum ferne , ancb nicht die schrecklichste Naturerscheinung fürchten dürfen , weil wir darin die Hand unsers Baters er» kennen .
Wie sehr Gottes Liebe nnsers ganzen Dankes wehrt sey , das kann nns also die Na« tnr schon lehren , das lehrt ein flüchtigerBl>ck i» dae Reich der Gnaden „ och überzeugender . Ich würde daher ungerecht handeln , wenn ich Don einer aufgeklärten christlichen Versanim» Im ig dächte , daß sieuieiner Anleitung bedürfte , um sich ihrer ju erinnern oder um sie recht groß zu finden .
Aber wie wir dafür dankbar werden können nnd sollen , darüber wäre vielleicht ei»« Fingerzeig weniger überflüssig .
Dankbar sind wir nur dann , wenn wir dieWohlthaten innig hoch nnd wehrt achten , uns ihrer gern erinnern , mir Vergnügen darüber nachdenken , und willig erkennen , wie hoch wir unfern» Gotl dafür verpflichtet sind .
Aber dies Erkennen kann nicht ohne den Wnnsch seyn , daß wir dem Herrn vergelten könnten , es sey viel oder wenig , doch nach nnserm Vermögen , was er an uns that . Und
iß dieser ) aufrichtig , fo n>»r * «r cm * «n fc£nt .
Welche Thätigkeil aber wäre der Sache gemäßer nnd zugleich uns selbst heilsameres die , den bestmöglichsten Gebrauch von den Wohlihaten zu machen , die wir empfingen . Gott tes Güte und feine Absicht beym Wohlthun leitet nns hier zuerst ans die überlegteste Anwem düng zu nnserm und der Unfrigen wahren Nutzen , aber anch zum Vonheil nnsrer Neben» menschen , die weniger als wir besitzen . Dieses lezte , Werke der Liebe üben , scheint ganz eigentlich hieher zn gehören , nnd von nnsern größten Wohllhäter als Dankbarkeit angesche» zu werden , da er es erkennen will , als wäre es ihm selbst wiederfahren . * )
Und wären wir so glücklich , sonst noch etwas znr Ehre nnd Verherrlichung Gottes und Jesu zu lhnn , da könnten wir uns freuen , den besten Gebrauch davon gemacht zu haben .
Nicht leicht haben wir dazu eine Gelegenheit , die häufiger nnd selbst dem Geringste» leichter wäre , als das Vertrauen auf Gott in allen Umständen , besonders in der Stunde der Noch . Wenn wir an nus selbst ganz verzagen , und anch an andern Menschen keine Hülfe , keine Zuflucht haben : dann durch das Andenken an Goltes Macht nnd Weisheit und Güte , und an seine zuvor genossene Wohlthaten unser Herz stillen , nnsern Much erhöhen , mit Freu ? digkeit nns selbst und unser ganzes Schicksal ihm überlassen , und stets dasBesie erwarten — das beißt Gott ehren , wie die Schuft gebeut . < * ) Und was kann erwünschter seyn , als den Herr» zu seiner Zuversicht z» setzen , in seinen Schooß jeden Kummer ansznschsmen und so seiner Güte zu harren ! — ohne jedoch etwas , was wir zu nnsrer Hülfe thun können , zn ver<
sänmcn
' ) Röm . 5 , 9 . » ) Apssch . 4»» ) March . - 5 , 4« . ♦ ) i . petr . 4 , 13 .