Hieb davon sagt : ' ) " Man legt Hand an die Felsen und alles was köstlich ist flehet daS
" Auge . " Gewiß gehöre» die Werke , welche die Menschen erfanden , um das Wasser zu be» m»tzen , und die schädliche Krafr des Meers zn brechen , zu den kostbarsten und vonreflichsten . AnchHiob halle einige Kenntnisse davon , denn er spricht gleich darauf : " Man wehret dem " Strome des Wassers , und bringet was darinnen ist ans Licht . " s ) Sehr nahe sind uuS Exempel dieser Art . Der Bau nnsrer Schiense ist ein Werk von Menschenhänden , und wer kanns ansehen , ohne die Gaben zu bewundern , welche Gott uns verlieh ?
«Z . Wem gebührt denn die Ehre des Bauens sowohl als des Erhaltens ? Diese Frage beantwortet sich leicht , wenn wir die Wahrheit jener Aussprüche erkennen : " Wenn Göll " zerbricht , so hilft kein Danen , wenn er das Meer auslässei , so kehret es das Land um : bey " ihm ist Weisheit und Gewalt , Raih und Verstand . 3 ) Er derHerr lehret dieMenscheu was " sie wissen . * ) Sein . Befehl ist es , den der Sturmwind ausrichtet . ' ) Wen» er gebeut , so " muß der Windwirbel dieDämme zerreissen und umkommen alle , die sie baueten . 6 ) Wenn " er seine - schützende Hand nicht reicht , lo wird Sturm und Strem unserer festesten Werkt " spotten und nnsern Schirm wegschwemmen . ^ )
Darum preisen wir seine Macht nnd Weisheit . " Wer ist wie du ein mächtiger Got» ? " ' ) Darum ermuntern wir uns . Hohe und Niedrige : " Bringet her demHerrn ihr Gewaltigen , " bringet her demHerrn Ehre nnd Stärke , betet ihm an im heiligen Schmuck : die Stimme " des Herrn gehet auf den Wassern , der Gott der Ehren donnert , der Herr auf großen Was» " fern , " 9 ) nnd wer Gottes Werke nnd Wunder im Meer erfahre» hat , hätte er auch mir ein kleines Wörtlein davon vernommen , l° ) der erinnere sich an seine große Pflicht , dem Herrn zu danken um seine Güte und um seiue Wunder , die er an den Menschenkindern thut , Er , der größer ist als daö Meer , ja als Himmel und Erde .
Zweyter Theil .
Bewunderung nnd Dankbarkeit , meine Theuersten , sind allerdings Empfindungen , welche diese Betrachtung wirken kann nnd wirken muß , und , recht verstanden , enthalten sie alles , was ich für Sie nnd mich wünschen darf .
A . Bewunderung der Macht und Weisheit Gottes — wer , der nicht am Verstände verwahrloset ist , kam , sich ihrer enthalten ? Welcher Stumpfsinn , eines Menschen höchst um würdig , miilen nnler den Wundern der Macht und Weisheit zu wandeln , ohne von ihnen gerühret jn werden . Ferne sey er von uns !
Aber laßt uns als Christen erstaunen : der Gott , der so erhaben ist , hat sich unser so gnädig in Christo angenommen , daß alle Wohlthaien , woran die Natnr so reich ist , dagegen wie nichts zn achten sind . Und der Abglanz seiner Herrlichkeit , der das Meer in Dnnkel wie in Windel» wickelt , hat seine allmächtigen Arme , womit er den Himmel nmfaßt , wie ein schwaches Menschenkind in Windeln einwickeln lassen . Sagen wir nur Recht , bei ) Betracht tu»g seiner Naturgaben : " Was ist derMensch , daß du sein gedenkest ! " '' ) wie viel gerecht »er erstaunen wir , wenn wir das Heil in Christo erwegen ! Und ist der Abstand zwischen dein
Staube
» ) Hiob 28 , 9 - 10 . 4 ) Hiob28 , Ii . 3 ) Hieb ll , 14 . 4 ) ps . 94 , 10 . » ) Pf . 14z , 7 - 8 - 6 ) H«f . «3» n »J3« 0 «• ' ) »8 , 1 ? . ' ) Ps . * 9i» - 3«»« . ' ° ) Hi»b »6 , 10 . " ) ps . 8 . 5 .

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