Full text: Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt

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Gute , was feine Vaterhand gab , so vielen Segen an Seel und Leib , an Ehr und Gut , an Frieden und Lebensgenuß , den wir jetzt in das neue Jahrhundert mit hinüberneh - wen , verdient ? Was wollten wir verdient haben ? Ach , die Güte des Herrn ist es , d^ß wir nichr gar aus sind , und seine Barmherzigkeit hat während dieser ganzen Zeitdauer nie ein Ei^de genommen , sondern sie ist alle Jahr , ja alle Morgen neu geworden . l ) Welche Aufmunterung für UNS , auch in und für diese Nkuanfangene Zeit Gott durch Vertrauen und Gehorsam zu verherrlichend 
Zweyter Theil . 
Gorr , dein Rcic ! ? ist ein ewiges Reich , deine Herrstbafr wahret ron Geschlechtern zu ( 8esct ) lcchrcrtt . Wie sollten wir nicht unter einem solchen Regent«» , - dessen Macht und Weisheit und väterliche Aufsicht jedem Wechsel der Zeiten trotzet , vertrauensvoll in die neuen Reihen der Jahre hinausblieken ? Laßt uns tiefen Dank ihm zollen , ihm die schuldigste aller Daukerweisungen , das freudigste Vertrauen , zollen . Wann könnten wir dringender uns dazu aufgefordert fühlen , als an einem Tage , wie der heutige ist , und aufcinemStandpunete , wo wir nicht ein , »ucht zehen , sondern hundert Jahre überschauen , die mit außerordentlichen Wohltha« len der Herr bezeichnet hat ? Hier muß alle Beforgniß wegen der Zukunft schweigen , hier muß selbst die Empfindung gegenwärtiger Leiden und manches Druckes der Zeit» umstände , wovon " » - he f»^t>lbarer THeil fid ) bis 
zu uns verbreitet hat , vermindert werden . A^nqstende Gedanken können nur meinem Herzen aufsteigen , da« nicht mit Assaph gedenkt an dieTharen des Herrn , nicht gedenke an die vorig . n5Vunder , nocb redet von allen seinen ^Werten lind von allem seinem Thun . Wer mit diesem frommen Sänger betet : TQOo ist solch eilt mächtiger Gott als du bist ? Du bist ein Gore , der XVtindee thuc : wie möchte der zweifeln , daß Gott auch ferner Wunder thun , und erretten , helfen und segnen könne , mehr als wir denken oder erwarten dürfen ? Zwar sind wir mchtwm ( j> so großer Wohlthaten , vielmehr fordern unsere mannichfachcn Uebertretungen die Rache des göttlichen Gesetzes ; aber haben wir nicht ein Evangelium , das uns Grund und Auskunft über die Gerechtigkeit unserer Hofnungen gibt , damit wir weder leicht - sinnig den Reichthum der vorigen Zeiten blos als glückliche Zufälle betrachten , noch verzweifelnd uns zu einem desto schrecklicheren Mangel aufgespart wähnen ? Preist nicht schon unser Text den gnädigen und barmherzigen Herrn , der geduldig lind von großer Treue ist ? Und wissen wir nicht , was dieZeiten des neuen Buö des uns durch die Erscheinung des Sohnes Gottes für Heil gebracht haben ? 
Was zagen wir denn ? Möge nur unser Herz sich zu ihm bekehren und den Reichthum feiner Geduld , Güte und Langmüthigkeit nicht zur Sünde mißbrauchen ! 
Möge 
' ) Klagl . z , 32 , ? } .
	        

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