allgemeinen Ordnung , Ruhe und Glückseligkeit angewendet haben . Vier Könige haben während dieses Jahrhunderts über unsere Länder regiert , alle unumschränkt von Macht wie keiner ihres gleichen , aber keiner hat sie gemißbrauchr , ein Tyrann und Peiniger seiner Völker zu werden ; alle sind sie Beherrscher gewesen , die sich erinnerten , daß sie den König aller Könige , den Herrn aller Herren , zum Gesetzgeber »nd Herrn über sich hätten , alle Vater des Vaterlandes , die ihreRegt - rungen durch Elfer für die allgemeine Wohlfahrt , wie durch Leutseligkeit , SanftMUth und Gnade ausgezeichnet haben . Wo ist eine Nation , die sich so gvltesfürchtiger , gerechter , - liebreicher Könige rühmen kann , deren herrschende Absichten bey ihren Unternehmun« gen , Gesetzen^ und Anjialten mhr Gottes als ihre eigne Ehre , mehr das mnere Wohl ihrer Staaten , als ein eitler Ruhm ihrer eigenen Größe oder der Größe ihres Volkes gewesen wäre ? Wer zählt die nützlichen Anstalten , die unsere vortrestiche Regierung während jenes langen Zeitraums für alle Zweige des öffentlichen Wohls bald selbst gemacht , bald begünstiget , und durch ihren Arm , durch ihre Weisheit , turch ihrExempel , durch Geldbeiträge befördert hat ? Wer rechnet die Einrichtung gen auf , die zur Ausbreitung der Religiosität und Sittlichkeit , zur Herstellung ver - «achläßigter Menschenrechte , zur Aufnahme der Wissenschaften , zur Erhöhung veS KunstflcisseS und des ? lckerbaues , zur Erweiterung der Handlung und Schiffahrt getroffen hat ? Wem gebührt nebst ihnen uNd ihren edlen Rarhen der Dank dafür» als Gott ? Wessen Gnade haben wir dafiir ja preisen ? Dassen Gnade , der den Ver« händigen ihren Verstand , und den Weisen ihre Weisheit giedt , der die Herzen der Könige lenkt , wie die Wasserbäche ; die Gnade des Königes aller Könige und des Herrn aller Herren . Ja , cs sollen dir danken , v^crt , alle deine Werte , und deine heiligen diel ? loben ; und die Ehre deines ^xönigreiches rühmen , »md von deiner Gewalt reden .
Aber wann würde ich fertig werden , wen» ich alles , was uns Gott durch um fere guten Friederike und Chrijliane Großes und Gutes während eines ganzen Jahrhunderts erwiesen , und alles , wodurch seine Vorsehung im Reiche der Natur ihre Bemühungen begünstiget , und wie uns Gott vorzugsweise vor so manchen am tern Landern mit Pestilenz undähnlichenScuche'u , mitErdbeben , Viehseuche , Hmu gersn ? lh und anderem Elende entweder ganz verschont , oder nur selten und unter mancher Erleichterung heimgesucht hat , aufrechnen wollte ? Haben gleich manche Deichbrüche und Ueberschwemmungcn die Marschländer heimgesucht : so sind doch jetzt die verheerenden Spuren derselben fast überall wieder ausgetilgt , und die vor - mala verlassenen Höfe des Landmannes sind jetzt Gegenstände des Neides oder der frommen Mitfr^ude . Linen gleich einzelne Gegenden unter besonderen Plagen , und noch jetzt das ganze Land unter dem Druck der leider überall verbreiteten Theurung : ach , wer kann wissen , wie nöthig für unser höheres und ewiges Wohl diese Ruthen der Strafe oder der Zucht waren und noch sind ? Hätte der himmlische Varer nns lieb , wenn er seine Kinder nur ernährte , nicht züchtigte ? Hat denn unsere Unart so vieles
Gute ,