Full text: Säcular-Feyer der Stadt- und Landgemeine zu Glückstadt

welchem sich zu erniedrig»« uvd im Staube anzubeten , auch jenes Wunderwefens höchste Zier und Würde ist . 
Em Gott ist , ein heiliger Wille leb ? . 
Wie auch der menschliche wanke ; 
Hoch über der Zeit und bctfi Räume schwebt 
lebendig der Höchste Gedanke . 
Und ob alles in ewigem Wechsel kreist . 
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist . 
Dieser Wechsellose ist eö . zu dem aus dem Getümmel derZeit der Geist des Mansche» , je weiser er ist , desto lieber sich emporschwingt , vor dem der Weise , je mehr er seinen Adel als vernünftiges Wesen , seine Würde , sein göttliches Geschlecht fühlt , je höher er über das Thier , das nur genießt und finnlich begehrt , hervorraget , desto williqer sich demüthiget . Dieser Wechsellose ist es , dessen Größe mit solchem innigen Gefühl die heiligen Männer der Bibel besingen , als vor dem tausend Jahre sind wie der Tag , der gestern vergangen ist , und wie eine Nachtwache , 1 ) und zu dem der Pjalniist in unftrm Texte betet : 
Dein Reich ist eilt ewiges Reich , 
Deine Herrschaft wahrer für und für . 
Wie laut predigen es uns jetzt die wechselnden Jahrhunderte , daß sein Reich , seine oberberrlicke 2Luf ( M * * « " » cxviyv <fl , v»ß srilir feine schützende 
segnende Fürsorge , für und für , von einem Jahrhundert zum andern , von einem Menschengeschlecht zum andern , wahret . Wie könnten wir aber würdiger zu ihm uns erhebe» , als mitPreisgesangen , die wir seiner Größe , mit dem Opfer des Dan , keS , das wir seiner Liebe darbringen , oder mit Gelübden der kindlichen Unterwerfung und des willigsten Gehorsams , die seiner höchsten Weisheit und Treue gebühren ? ' 
D . irum , wie unser Sänger noch betet , 
gedenke ich an dieTharen des Herrn , an die vorigen Wunder , rede von allen Deinen Werken , von allem Deinen» Thun . 
Xüo ist solch ein mächtiger Gorr als Du bist ? 
So werde denn unsere heutige Feyer eine Feyer der 
Dankbarkeit gegen Gott für die Wohlthaten des verflossenen Jahrhunderts über unser Volk und Land . 
Wenn wir l ) die vorzüglichsten dieser Wohlthaten nnserm Herzen wichtig gemacht haben , wollen wir 2 ) dadurch zum Vertrauen und Gehorsam fürs Künftige uns zu ermuntern suchen . E Erster 
' ) Ps . 90 , 4 .
	        

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