Full text: Beyträge zu der neuesten Kirchengeschichte in den Königl. Dänischen Reichen und Ländern (Bd. 2, Stück 2)

über Herslcb . 271 
Damit ich nicht zu weitläustig werde , so will jetzo bloß von den bischöflichen Aemtern unsers grossen Herslcbs reden . Der höchstselige Kö - nig Christian der Sechste glorwürdigsten Andenkens kante Ihn aus einer langen Erfa - rung und er kante Seine besondre Munterkeit und Seinen Eifer die Sache Gottes zu trei - den . Da sich der Konig die Befördrung der Ehre Gottes besonders angelegen seyn ließ , so fand Er keinen geschickter , dem Er das wich - tige Bischosstum in dem Stifte Christiania übertragen könt« . Er gehörte damals zwar zu den Gottesgelahrten , die sich wegern einen Beruf anzunehmen ( * ) , von welchen der lehrte , ? icgler eine vollständige Abbandlung geschrieben ; Er bat sich allerunterthamgst die Erlaubnis aus / daß Er in Seinem bisherigen Anus bleiben möchte ; Er versprach , daß Er niemale nach einer höhern ÄZürde trachten wölke ; Er versicherte , daß Er es jederzeit für die grosseste Gnade achten würde , wenn er mit diesem neuen Amt könte verschonet bleiben» Aber Gott , der dieses Iosias , dieses front« men Königes Herz in Seinen Händen hatte , wolle , daß Seine trefliche Gaben meiern zu Nutzen kommen sotten . Und wie kennbar Zeigte sich» in derFolg - , daß dis Gottes Werk gewesen ! Unser Hersleb , welcher gewiß sonst nicht »veich , sondern großmühtigwar , komesich der Thränen nicht enthalten , da Er sähe , daß Er die Bibel , dis Sein Handbuch , womit Er 
bisher 
( * ) Theologi Renitentes .
	        

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