Verordnungen . 203
und , in Ansehung der ihnen aufzulegenden Strafe , nachMaaßgebungder peinlichenHals - gerlchtsordnung Art . >07 . verfahren . Nur Wollen Wir die daselbst und in der Schleß . wigkolstcmischen Policeyordnung vom Jahr 1636 . verordnete Strafe der Abhauung der beyden Finger , womit ein falscher Eydgeschwo« ren ist , dahin verändert haben , daß an statt derselben eine lebenswierige Karren - Zuchthaus - oder Gefangnißstrafe , nach Unterscheid der Per« fönen , errat . irden und der Verurtheilte keine BegnadigciW zu hoffen haben solle . Mit gleicher Strafe ist auch derjenige zu belegen , dem ein von ihm acceptirter Eyd erst in dem Augenblicke , da die Finger schon aufgehoben , oder jetzo aufzuheben sind , erlassen und fürge - leistet angenommen wird , wenn es sich nachhe - ro veroffenbahret , daß er im Begriff gewesen sey , einen falschen Eyd zu thun , und durch die« sen so viel an ihm , erfülleten bösen Vorsatz die Gcgenpartbey vervortheilet und um das streitige Gut gebracht habe . Ware aber die Erlassung des aeceptirten Eydes nicht dergestalt in der letz - ten Minute , sondern bereits vorher geschehen , so ist eine , in Ansehung der Dauer , unbestimmte Karren - oder Zuchthausstrafe , deren Endigung auf Unsere unmittelbahre Entschliessunq hen soll , oder , nach Beschaffenheit der Person , eine andere , jener gleich zu achtende Strafe zu erkennen , und überdem die in der peinlichen Halsgenchtsordnung c . I . vorgeschriebene Ent - setzung aller Ehren und Erstattung des streitig 0 s gewese .

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