Verordnungen . 191
desselben erbietet , darzu ohne Aufschub lassen , sondern das Geschaffte , wenigstens bis auf den folgenden Tag aussetzen , auch , falls eine ziem - lich starke Wahrscheinlichkeit von dem Gegen - theil dessen , was eydlicb zu erhärten ist , mit - hin eine nicht geringe Gefahr des Meineyds vor - Händen wäre , denjenigen , der den Eyd thun soll , nicht einst am nächsten Tage nach desfalls ergangenem Spruche , oder , wenn der Spruch in seiner Abwesenheit erfolget ist , nicht so fort im ersten Tenmno zur würktichen Eydesleistung lassen , sondern demselben unter bewegli - cher Vorhaltung des auf den Meineyd bleiblich folgenden schweren göttlichen Zorn - und Strafgerichts eine Bedenkzeit , um in sich zu gehen und sein Gewissen noch einmahl zu prü . fen , ertheilen .
4 .
All - r Eyd für Gefährde , so wohl der allge - meine , als der besondere , wird bey Ober - und Untergerichten hiemit gänzlich abgeschaffet , und dagegen umdieWürkungdiesesEydesauf an - dere Weise zu erreichen , dem Richter nicht nur vorbehalten , sondern auch ausdrücklich anbefoh - len , bey sich veroffenbahrenden gefährlichen Absicht , den Gegner muthwilligerweise vor Gericht herumzuschleppen und durch langwie - rigcs proeeiliren zu ermüden und besonders , wenn jemand ein vorsetzlich geläugne» hat , dessen er nachher durch Zeugen , oder briefliche Urkunden völlig überführet wird , die - fen Frevel von Amtöwegen mit einer wohlver -
dienten

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