Verordnungen . 189
und dagegen von dem Zeugen , daßerfeineAus - sage nach der Wahrheit thun wolle , beyVer« - lust seiner Ehre und guten Leumuths , mittelst Handschlages versichert , derselbe auch , wenn in der Folge der Zeit sich hervorthäte , das er geflissentlich eine falsche Aussage gethan hätte , ausser der Schadloßstellung der durch sein wahres Zeugniß benachtheill'gtenParlhey , nach der unten zu ertheilenden Vorschrift unabbittlich bestrafet werden solle . Wie dann von Unserm Obergerichle zu Goltorff eine bey solcher Gele - genheit einzuschärfende Verwarnung sowohl zu eigener , als zu der Untergerichte Beobachtung schriftlich zu verfassen und diesem zuzusenden ist . So hat es auch in Absicht auf die Eydein jurien , Sachen , bei Unserm , wegen Abstellung der förmlichen Injurienprocesse unterm ztenJun . »754 . und I9ten Maya . c . ausgelassenen Ver - ordnungen sein Verbleiben und zwar mit der Erklärung , daß bey den Zeugen , die nach Maaß - gebung derselben nicht beeydig - t werden tür - sen , an Statt des Eydes , die eben gedachte Verpflichtung bei ) Verlust der Ehre und guten Leumuths zu gebrauchen ist .
2 .
In andern , unter den vorangezeigten nicht begriffenen Sachen sollen die Eyde niemahls oh - ne Noht und Rechtsbegründete Ursache , oder über unerhebliche Umstände , die den Grund des zu entscheidenden Streits nicht rühren , von dem Richter erkannt , oder vcrstattet werden ,

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