über Hersleb . 28 s
welkem Er nicht durch gelehrte Schriften Sein Gemüt Zu samlen und zu erfrischen suchte . War Er auf Reisen , wolle Er Sein Gemüt aufmuntern , legte Er sich durch Arbeit abge - mattet aufö Bttte nieder , so halte Er immer etwas zu lesen bei sich . Man konte von Ihm mir Recht sagen , was Cicero in seiner Rede für denArchiaö von den Wissenschaften saget : sie sind eine Vrgöyung des Alters , im ZlVohijrand geben fte uns Ehre , sie fchaf - fen uns zu kaufe Vergnügen und sind uns süsser dein Haufe auch nicht zur Jlaft , sie sind unfre Nachtgesellschaft , unsre Reise« gcfahrten , unsre Belustigung auf dem Aande . Bei dem allen sähe er doch die Ge . lehrsamkeit ohne Gottesfurcht als ein scharfes Messer an» welches zwar mit Nutzen gebrau - chet werden , aber in der Hand des Rasenden «inen noch grössern Schaden anrichten kan . Er war von der Wahrheit jenes bekanten Aus -
spruchs :
Qmms do & rina eft , demta pietate , venenum ( * )
vollkommen überzeuget . ErdanketeGott , daß er Ihn gelehret hatte , die Wissenschaften als Hülfsmiltel in der Sache Gottes anzusehen und zu gebrauchen . Er haue aus eigner Er - fahrung und durch die Erleuchtung des heiligen Geistee einsehen gelernet , daß zu einem recht - schafnen Seelmhicten in den Kirchen und
Schulen
( * ) Das ist : alle Gelehrsamkeit ohne Gottesfurcht ist Gift .

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