Verordnungen . 155
handeln , wie es in Absicht der Versaumniß des Schulgehens befohlen ist . 4 ) Sollte es sich in Zukunft zutragen , wie es an etlichen Orten geschehen seyn soll , wenn ein Prediger mit Ernst darüber hält , daß die Kinder , welche jurConfirmation zubereitet w - rden , lesen lernen und die Hauptstücke des Christentums ein je - der nach seinem Begrif verstehen sollen , daß einige Eltern ihre Kinder ein halbes Jahr in eine andre Gemeine schicken , wo sie wissen , daß der Prediger nicht so ernstlich , sondern zufrie - den ist , wenn die Kinder nur etwas weniges auswendig wissen , ohne nachzuforschen , welche Ueberzeugung oder welches Gefühl sie davon haben ; so wollen Wir nun hierdurch Allergna - digst angeordnet haben , daß der Prediger , wel - cher diese so hochstnöhtige Sache nicht mit ge - hörigem Eifer , sondern beweißlich nachlässig und unverantwortlich treibet , für ein itdes Kind , welches er solchergestalt zur Confirmation an - nimt , einen schlechten Thaler an die Schulcas . se erlegen und ausserdem erinnert , ja auch nach Befinden vor dem Probstgericht bestrafet wer - den soll . So soll auch ein solches Kind , wenn es zu der'ersten Gemeine wieder zurückkamt und unwissend befunden wird , nicht zum Tisch des Herrn angenommen werden , bis es aufs neue in die Zubereitung gegangen und die nöhtige Erktnntniß erlanget hat . Da es sich auch 4 )
Befindet , daß ein Theil der Jugend , che confirmiret ist , bisweilen lange hingehet , N 4 ehe

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