— «sr
eine andere Art , er ist also auch nicht so schuldig» Wir sind weit geneigter , diese zwey Unglückselige zu beklagen , als sie zu schelten ; und wenn sie Gründe anführen , ihr Versehen zu entschuldigen , so dienen sie zu nichis , als daß sie uns überzeugen , daß sie nicht die Mittel gekannt , wodurch selbiges zu meiden gewesen .
Ihr irret euch , wenn ihr die Liebkosungen , die Leander von jedermann empfängt , , seiner guten Bildung , seinen Gaben und seiner Geburt zu - - schreibet . Es hat zwar dieses alles einen gewissen Ancheil daran ; allein , seiner Höflichkeit hat er es am meisten zu verdanken . Leander hat für sich selbst gar keinen Willen . Er richtet seinen Ge« schmack und seine Manieren bloß nach anderer schmack und Manieren . Er überschüttet von Na - tur alle diejenigen mit Wohltharen , die um ihn sind . Seine Blicke liebkosen einen jeden , der zu ihm kommt . Leander bedienet sich seines Witzes bloß darum , daß ihm andre auch ihren Witz zeigen» Er richtet sich nach jedewians Meynung . Seine Reden und Ausdrücke kommen völlig mit der Vers fassung und Denkungsart dererjenigen überein , mit denen er umgehet . Folget ihm einmal in die zahlrei - chen Gesellschaften nach , die man aus langer Weile oder aus Ceremoilie halt . Ihr werdet Müh ? haben , ihn zu kennen . Bey Personen , die ihr Alter ehr ? würdig macht , ist er ernsthaft , stille und Vernunft tig ; in dem Schwärm junger Flattergeister ist er lustig , scherzhaft und munter ; bey den Schönen ist er zärtlich , gefällig und ehrerbietig . Befindet
F z er

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.