jekige , der bloß dem süssen Eindruck seines Her - zens folgt ?
Wollt ihr in der Höflichkeit einen flichen Grund hüben , so feyd Meister von eurer Seelen ; bildet sie dergestalt / daß ste sich gewisser maffen , durch eine Empffnoung des Schmerzens in sich selbst einschliesset , wenn ihr gezwungen seyd , andere betrübt zu machen . Auf eine gleiche Art leidet unser Kötper eine Art einer hung in seinen Theilen , wenn er hier oder da ver - dämmet wird . Diese glückliche Verfassung ist die Quelle der wahren Höflichkeit . Wenn sie der Grund eures Betragens ist , werdet ihr in allen euren Manieren angenehm und natürlich feyn , welches man durch Regeln unmöglich werden kann ; denn zwischen einem von Natur höflichen Men - schen , und einem , welcher die Vorschriften der Höflichkeit sorgsam beobachtet , ist ein eben so großer Unterscheid , als zwischen einem Franzosen , der seine Muttersprache aus Gewohnheit redet und einem Deutschen , der daö Französische aus der tik gelernet hat . Dieser letzte spricht gezwungen und unterbrochen , und zwar bloß wegen den Re - geln , die wegen desjenigen fest gesetzet worden , das wir bey dem andern natürlich nennen .
Die Höflichkeit ist also eine Eigenschaft det Empfindung . Ihr Grund liegt in dem Herzen . Habt ihr nichts in demselben zu verbessern ? wortet wch das innerliche Zeugniß , so ihr euch selbst gebet , daß ihr diese Holdseligkeit ves ChaVacttrs be - sitzet , diese Neigung , sich verbindlich zu machen ,
F i . die ?

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