daß wir sie auf eine unerforschliche Weise von ihren Irrthumern abführen können . Die Höflichkeit bringet uns dahin , daß wir uns selbst vergessen> damit wir nur auf dasjenige achtsam sind , was an ? * dern gefallen kann . Allem , in dergleichen Fällen , da wir unsernGeschmack und unsereMeynungen dem GeschlNack und den Meynungen anderer vorzüglich aufopfern , bestehet die feine Höflichkeit darinnen , daß sie mit so viel Kunst , mit so viel keit , so behutsam , so zärtlich zu Werk gehet , daß man unsere Willfährigkeit kaum gewahr wird * Wir müssen der Person , die wir uns verbindlich machen , das Vergnügen lassen , uns zu errathen . Wir belegen sie dadurch mit der Schwere der Er ? kenntlichkeit und schmeicheln so m sagen ihrer genliebe . Es ist dieses auch das sicherste Mittel , ihr Herz und ihre Achtung zu gewinnen . Ihre Bestrebungen uns solches gerecht zu vergelten , wer - den nichts als Gunstbezeugungen zu seyn scheinen» Hierdurch werden sie schmeichelhafter für uns , und sich selbst destöweniger zur Last seym
Die Höflichkeit verleihet uns auch noch die kostbare Gabe , daß wir die Willenömeynungen der Menschen bestreiten , ohne sie zu beleidigen , und daß sie sich ohne Niederträchtigkeit den Unsrigen unter - werfen . Diese Tugend ist von einer ten Hochachtung eine so große Feindin , als von einer groben Gemeinheit»
Diese Fehler verletzen beiderseits den stand ; und der Wohlstand , wenn man also reden will , ist doch der erste äussere Glanz der Tugend
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