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diesen Titel bey denen nichtigen Wesen verschwen - der , deren gröstes Verdienst ist , daß sie allerhand sonderbare und neue Ausdrücke hervor zu bringen wissen , welche in Gesellschaften die tägliche Zeitun ? gen bekannt und ihre Person oft beschwerlich machen . Ich verstehe die artigen Geschöpfe , die pfeifen , singen , tanzen , springen , viel plaudern , nichts sagen und niemals denken , mit einem Wort , diejenigen , die man aus allzu grosser Höflichkeitum - gänzlich , gesellige Menschen zu nennen pflegt . Ich verzeihe es dem dummen Pöbel , wenn er dieselbe mit einem liebenswürdigen Mann verwechselt» Eine Person , die Einsicht hat , wird sich niemals darinn betrügen .
Ein liebenswürdiger Mensch , so , wie ich ihn hier nehme , braucht eben nicht - ein in besondern Wissenschaften berühmter Mann zu seyn . Er ist keiner von den seltenen und erhabenen Geistern , deren göttliche Werke die Welt erleuchten , und die mit der Schwere ihres Verdienstes die übrigen Mcnftden , nieder zu drücken scheinen . Allein , eö ist ein Mensch , welcher von allen nützlichen und an - genehmen Kenntnissen etwas erlanget , welcher die nöthige und die gefallende Gaben mit einander ver - einiget ; welcher die Kunst besitzt , sie zu gebrauchen , wenn er muß ; welcher , ohne seiner Redlichkeit zu nahe zu treten , sein Betragen nach der Zeit , dem Ort und der Person einzurichten weiß ; ° mit zem ; «s ist ein Mensch , welcher alles was er thüt , auf die vorrheilhafteste und angenehmste Weife von der Welt verrichtet»
Ick

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