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ist gewiß höchst wichtig , daß man die Eigen ? ^ schasten erkennet , die zur Bildung eines lie ? benswürdigen Menschen gehören ; allein , es ist zu ? gleich sehr schwer , ihm zu deren Erlangung Regeln zu geben . Sein Betragen hanget von den Um ? ständen ab , in welchen er sich befindet , und die Um ? stände des Lebens sind viel zu abwechselnd , als daß sie der menschliche Witz vorher sehen könnte . Wenn man auch übrigens zugeben - wollte , daß auf alle mögliche Falle Regeln vorzuschreiben waren , so würde dieses doch ein ungeheures Buch geben , wenn man sie nämlich einzeln anzuführen suchte , und das Publicum würde doch nicht viel Vorthcil davon haben . Man hätte auch kaum Muße genug , sie alle zu durchlaufen , und deren Anzahl würde so groß werden , daß sie gewiß das beste Ge ? dächtniß nicht alle würde behalten können .
Ich schranke mich demnach in diesem Tractate dahin «in , daß ich die Haupttugenden entwickle , die eigentlich zu dem Character eines liebenswürdigen Menschen gehören , und die vornehmsten Fehler , die , ihrer Beschaffenheit nach , denselben unterdrucken . Ich melde hier , daß durch die Ausdrücke liebens ? würdigerMensch , artiger Mensch , höflicher Mensch , gesitteter Mensch , einerley verstehe .
Den Character eines liebenswürdigen Men ? schcn , schätzen die Leute

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