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Widmet euch der , bey allen beliebten , Höft lichkeit , indem nichts schändlicher ist , als tölpische Sitten an sich haben .
Widersprechet niemals , und lebet bemühet , daß ihr euch Nicht bey andern verdrüßlich machet» Erduldet die Fehler eurer Freunde , seyd großmü - thig und barmherzig .
Enthaltet euch der Mißgunst und Verfiel - lung . Denn jenes ist ein Zeichen eines sehr schlechten Verstandes , und dieses ein Zeichen eines leichtfertigen Gemüths .
Liebet einige Gemüths - Belustigungen ; doch sonder Hindansetzung eurer Schuldigkeit . Seyd kein Liebhaber des Spielens .
Bezeuget euch demüthig bey gutem Glücke , und standhaftig in dem Unglücke , so euch ohne eure Schuld zustößt .
. Haltet die Gerechtigkeit in Ehren , und gebet allezeit eure Erkenntlichkeit zu erkennen ; aber hal - tet niemals Rechnung von euren Wohlthaten , denn wenn man sie in Vergessenheit stellet , bemühen sich diejenigen , so sie empfangen , sich desto verdienter zu machen .
Hütet euch , daß ihr einen Fürsten nichts dantisches vorbringet , nach dasjenige , so gar zu hoch heraus kömmt .
Stellet euch nicht gar zu hoffärtig , nicht gar zu geschäftig , auch nicht gar zu schmeichelnd an . Traget eine geziemende Liebe gegen eure Familie , und störet zu keiner Zeit derselben Wohlstand . Dieses ist eine von den grösten Annehmlichkeit««
des

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