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man schwören sollte , sie wären gute Christen ; sie thune aber zu ihren eigenen Ehren , damit die Leu - te sagen mögen , sie wären recht gottseelige Leute , unk» wenn sie nur dieses Lob bey Einfältigen erhalt ten ; so haben sie durch ihr simuliren und dissimu - liren ihren Hochmuth ein Genügen gethan , und nach höchstem Wunsch erjaget , was sie intendirt» Es geht bey der Bekehrung dieser Leute schwer her , weil die Laster , darinnen sie stecken , als Hochmuth , Neid und Zorn sich schwerlich bändigen lassen» § . - 5 .
Gegen deni Nächsten verhält sich der Chole - ricue ganz gut , so lange derselbe sich ihm submitti ? ret und seinen Befehl ausrichtet ; so bald er aber selbigen nicht ästimiren will , sondern fragen möch ? te : Ob er sein Pachtbaucr sey ? hat ers bey ihm verschüttet , und wird nicht eher ruhen , er habe ' sich denn gerächet . Nebst diesem hält er alle Mcw schen gegen sich gering ; hört er , daß ein anderer geehrter , gelehrter , tugendsamer sey , so wird er ihn suchen , wo nicht öffentlich , doch uuver - merkt herab zu machen . Sie fangen gern Hader , Schlägerey und Mord an ; sie wollen wol andere plagen und ihnen unrecht thun , von andern aber nicht wieder leiden . Sie mißgönnen andern Leu - ten ihr Gluck ; sie gehen zum liebsten mit den guinis oder wollüstigen Leuten um , weil sie ih - nen nach ausgestandenen Verdrießlichkeiten mit ih * rer muntern Conversation eine Ergötzlichkeit ma - chen , auch den Fuchsschwanz auf das allerfanfteste sireichen können ; am allerliebsten abergeniessen sie

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