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DaS Temperamentum Cholericum hat fei ? itctt Namen aus der Griechischen Sprache , und Heist cholos so viel als Galle , weil diese im Ge - blüte des Qiolerici einen starken Zusatz macht , daß es schweflicht , warm und trocken , und dem Feuer gleich wird . Weil nun in diesem Tempera - - ment der Ehrgeitz herrschet ; so heißt hier Cholera so viel als Ehrgeitz , und weil dieses Temperament auch feurig ; fo - ßndet sich auch bey demselben der Zorn»
Wie ist ein Cholerieus beschaffen ? . Er sieht gemeiniglich schwärzlich und etwas roch aus ; Er hat viel ein festeres Fleisch nnd harte Haut , mw - thige und wilde Augen , ist mager , hat einen star - ken Pule und große Adern , sieht aber nicht so weiß und roch aus , wie ein Sanguineus , hat eine recht männliche Stimme^ sein Geblüt ist zwar so sig , als eines Sanguinei , doch hat es mehr Schwee fel bey sich , als des erstem . Er besitzet ein gutes Judicium oder Urtheilungskraft . Weil nun der - - gleichen Geblüt , wegen allzugroßer Menge der sihweflichten Partim ln zur Temperation und an - dem Verbündnissen sehr geneigt ist : so muß auch die Natur , durch beständigen starken Pule , die - fem Unheil vorbauen , und jederzeit wachsam seyn»
§ . - Z»
In Moralilms sind diese Leute frey , wach - sam , ungeduldig , unbarmherzig , aufrührisch ,
hoch -

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