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sine Proportion derer zum menschlichen Leibe No - lhigen Dinge verstehen , vermittelst welcher imCör - per nicht zu viel oder zu wenig seyn sollte , gleich - wol aber nach der Erfahrung sehen , daß dergleichen Accuratesse bey keinem Menschen zu finden siy : so wollen sie daraus erweisen , daß kein Temperament zu statuiren fty . Und wir wollen ihnen hierinnen j nicht widersprechen , indem allerdings dergleichen Temperament nirgends anzutreffen ist , wir auch in folgenden kein solches präsupponiren»
§ . i *
Denn , nach unserer MeynUng bestehet das Temperament in einer genauen Uebereinstimmung der flüßigen und festen Theile des menschlichen Lei - bee , vermittelst welcher Übereinstimmung alle bey - de in ihrer gehörigen Bewegung erhalten , die Un - reinigkeiteN von den flüßigen Theilen abgesondert und ausgeführet , Und endlich in den festen Theilen die gebührende Biegsamkeit unterstützet wird»
§» 4 -
Allein , nachdem die Seele den Cörper selber bauet , llnd also die Urheberilm des Temperamentes ist , zudem auch der Cörper das Instrument ist , dadurchdie Seele von äußerlichen Dingen eine Er - kentniß erlangt , und nach dieser Erkenntniß oftmals zu einer bösen Sache eine heftigere Begierde als zn einer guten spüren läßt : so erhellet ja hieraus zur Gnüge , daß das Teniperament des Leibes zu irri - - gen Entschliessungen , und folglich zu Lastern Au ? laß geben könne .
§ . 5»

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