Kräfte des Leibes und Gemüths verbessert , und un - ser Vermögen ohne Schandflecken des Gewistens vermehret werden kann .
Diesemnach muß sich die Klugheit zu siren , gleichfalls auf die Tugend gründen . Wer aber von dieser Richtschnur abweichet , und lasten haften Leuten zu Liebe die Untugenden entweder per Compagnie selbst mit ausübet , oder doch zum wenigsten bemäntelt , oder lobet , der giebt seine Thorheit ziemlich bloß , und beklaget endlich , wie - wol allzuspät , seine begangenen Fehler . Dieser Gorgen aber kann derjenige überhoben scyn , wel - cher sich , die wahre Klugheit zu erlangen , eifrigst angelegen scyn läßt .
§ . 5 .
So beruhet aber die wahre Klugheit , wie in alle« andern , also auch sonderlich " in der Kunst zu conversiren , auf Grundsäulen . Die erste ent - springet von gewissen aus die Tugend gegründeten Regeln ; die andere aber wird durch die Betrach - tung und Nachahmung tugendhafter Exempel zu Stande gebracht .
§ . 6»
Die Grund - Regeln der wahren Klugheit , welche die Tugenden zu ihrem Fundament haben , beziehen sich vornemlich auf die Tugend aller Tu - « gcnden , ich meyne auf die Gottseligkeit . Denn , gleichwie diese zu allen Dingen nütze ist : also muß sie billig bey der Kunst zu conversiren , oben an ge< A z gestellet

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