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Diesemnach ist die Kunst zu conversiren , oder die Conduike , ctire theilö durch gewisse GrundMe ? geln , cheils durch Beobachtung und Nachahmung ruhmwürdiger Exempel erworbene Klugheit , mir jedermann vernünftig umzugehen , und sich durch seine Aufführung nicht nur bey seines gleichen und Niedrigen Liebe und Respect zu erwerben , sondern auch bey Höheren Gunst und Beförderung zu erlangen .
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Wann wir nun diese jetztbeschriebene Eon - dnite zu erlernen bemühet seyn wollen : so müssen wir uns vor allen Dingen uin die dazu erforderte Klugheit bekümmern . Diese Klugheit aber wird keinem angebohren , sondern sie muß erst durch vie ? len Fleiß und Mühe erlernet werden . Wie aber derjenige , welcher sich einem andern zu Gefallen ins Feuer stürzen wollte , billig für einen Erz - Nqp ren gehalten würde : also wird der mit allem te für den grösten Thoren auf der W . lt ausge - schryen , der sich eine Thorheit anderen zu Gefallen belieben läßt . Niemano aber begehet größere Thorheiten , als derjenige , welcher feine größeste Klugheit in Ausübung der Laster und Verwerfung der Tugend fuchr ; denn die Tugend allein ist der rechte Grund zur wahren Klugheit . Wir vcrste - hen aber allhier durch die Tugend eine vernünftige und bestandige Liebe zu dem wahren Guten : das wahre Gute aber heißet dasjenige , wodurch die
v Kräfte

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